4. Berufsbörse am Verdener Domgymnasium

Besonders authentisch und praxisnah

Der Orthopäde Dr. Thomas Seidel nach seinem Vortrag bei der Berufsbörse des Domgymnasiums. - Foto: Niemann

Verden - Einen Einblick in 42 Studien- und Ausbildungsberufe gab gestern die 4. Berufsbörse am Verdener Domgymnasium. „Nach dem Abschluss steht für die Mehrheit der rund 600 teilnehmenden Schüler wahrscheinlich ein Studium auf dem Programm“, vermuten Rosemarie Bösche und Tamara Bresagk, die die Börse mit Unterstützung der Lehrkräfte Ulrich Reinholz und Hellwig Hassenpflug erstmals federführend organisiert hatten.

Vom Apotheker bis zum Zeitungsmensch, vom Informatiker und Logopäden, über den Arzt, Richter, Chemiker oder Softwareentwickler bis hin zum Finanz- und Polizeibeamten, Kaufmann und Handwerker war alles vertreten. Nur eines hatten alle Berufe gemeinsam: dass sie interessierten und motivierten Nachwuchs brauchen. Und um deren Interesse zu wecken, hatten die Referenten ihre Berufe den rund 600 Schülern der Jahrgangsstufen 9 bis 11 vorgestellt.

„Uns ist wichtig, den Jugendlichen mit diesem Angebot einen möglichst komplexen Einblick in die Vielfalt von Berufen zu bieten“, erklärten Bösche und Bresagk. Das Duo hatte sich bereits Monate im Voraus um die Akquise der Referenten gekümmert, während Reinholz die organisatorischen Voraussetzung vor Ort geregelt und Hassenpflug für die EDV verantwortlich zeichnete. Es sei wichtig, dass die Schule den Schülern einen Überblick verschaffe. Weil die Referenten mehrheitlich aus der Elternschaft kämen, wirke das Angebot besonders authentisch und praxisnah, so der Tenor des Orga-Teams. Und sie sahen noch ein weiteres Plus: „Berufliche Insider wissen genau über den Arbeitsalltag und die speziellen Anforderungen Bescheid.“

Im Gespräch mit den Schülern würden sicher auch mögliche Nachteile nicht verschwiegen. Das Interesse bei den Jugendlichen sei natürlich ganz unterschiedlich, wusste Bresagk. Medizinische und soziale Berufe hätten sie besonders stark nachgefragt, ebenso die Bereiche Polizei, Justiz und Bundeswehr. Vor allem die Älteren hätten oft bereits feste Vorstellungen, andere indes noch gar keinen Plan und wieder andere hätten gleich mehrere Berufe favorisiert, die oftmals gar nichts miteinander zu tun hätten, wie Arzt und Grafik-Designer.

„Die Schüler hatten deshalb bereits im Vorfeld verbindlich vier Vorträge zu wählen und ihre Teilnahme wurde auch kontrolliert“, so Reinholz. Eine Abneigung gegen Ausbildungsberufe haben die Organisatoren im übrigen nicht festgestellt. „Die Präsenz von Ausbildungsberufen und die Tatsache, dass hier Berufe vorgestellt wurden, für die auch nicht zwangsläufig ein Abitur erforderlich ist, war uns außerdem ein wichtiges Anliegen“, unterstrichen Bresagk und Bösche. Das Domgymnasium bereite seine Schüler ja nicht ausschließlich auf eine spätere akademische Laufbahn vor.

Auch im kommenden Jahr wird es wieder eine Berufsbörse am Domgymnasium geben. „Die Vorbereitungen starten bald“, so die Organisatorinnen, die sich über die Teilnahme von weiteren Referenten freuen würden. Ein Mangel herrscht etwa im künstlerischen Bereich. „Aber auch exotische Berufe sind uns willkommen“, heißt es beim Orga-Team, das bei Interesse um Kontaktaufnahme über die Homepage der Berufsbörse (www.Berufsboerse@domgymnasium-verden.de) bittet. Rückmeldung ist garantiert. - nie

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