Mit besonderem Zauber

Gustav Peter Wöhler und Band erobern die Verdener im Sturm

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Frontmann Gustav Peter Wöhler interpetierte die Songs, die ihm etwas bedeuten, mit Hingabe.

Verden - Das Jahr des 20. Geburtstages des Vereins Verdener Jazz- und Bluestage endete mit einem weiteren Höhepunkt. Gustav Peter Wöhler und seine Band wurden in der nahezu ausverkauften Stadthalle vom Publikum gefeiert. Die vier Hamburger, die teils schon über 20 Jahre zusammenspielen, haben sich mit ihren eigenen Interpretationen bekannter und weniger bekannter Pop- und Rocksongs längst über ihre Heimatstadt hinaus einen Namen gemacht.

Neben Frontmann Gustav Peter Wöhler gehören Bassist Olaf Casimir als Gründungsmitglied sowie Gitarrist Mirko Michalzik und Pianist Kai Fischer zur Band. „Wir spielen heute Abend alles Mögliche aus den letzten 50 Jahren“, kündigte Wöhler zu Beginn an. Das Konzert eröffnete er mit einem seiner Lieblingssongs „From the Morning“ von Nick Drake. Gleich bei diesem ersten sanften Stück nahm Wöhler mit seiner tiefen, leicht rauen Stimme die Zuhörer gefangen. Beim zweiten Song „One of Us“, im Original von Joan Osborne gesungen, jubelte das Publikum bereits.

An dem besonderen Zauber, den dieses Konzert ausstrahlte, hatte die Band einen ebenso großen Anteil wie Frontman Gustav Peter Wöhler. Die drei hervorragenden Musiker schafften es, mit ihren akustischen Instrumenten jedem Song einen so noch nicht gehörten Rahmen zu geben.

„Es ist mir ein großes Anliegen, Ihnen diesen Song näherzubringen“, sagte Wöhler zu seinem nächsten Stück. Gemeint war Randy Newmans ironisches „Short People“. Ein Song, der dem ebenfalls nicht gerade groß gewachsenen Sänger anscheinend aus dem Herzen spricht. Dem Publikum gefiel auch das, begeistert wurde mitgeklatscht.

Prägend für den Charakter des Konzertes waren aber eher die eher ruhigeren Stücke. Zum Träumen schön waren das gefühlvoll vorgetragene irische Traditional „Carrickfergus“oder „These Days“, im Original von Jackson Browne.

Wöhler und Band begeisterten in der Stadthalle. - Fotos: Haubrock

Wöhler hatte für sein Konzert Stücke ausgesucht, die ihm gefallen und etwas bedeuten. Bei seiner Interpretation verzichtete Wöhler, der ja auch Schauspieler ist, auf eine übertriebene Show. Er interpretierte die Songs authentisch und mit Hingabe.

Wenn es auf der Bühne doch einmal etwas mehr zur Sache ging wie beim Stones-Song „Mother´s Little Helpers“, bewegte sich der Sänger in seinem eigenen, sehr individuellen Tanzstil.

Zum Ende des ersten Teils gab es eine kleine Überraschung. Wöhler hatte sich Nenas Hit „Nur geträumt“ vorgenommen. Die Wöhler-Version kam beim Publikum prima an. Wäre sie da gewesen, hätte sicher auch Nena ihren Spaß daran gehabt.

Nach der Pause sang Wöhler ohne Sakko weiter. Ein spezieller Programmpunkt dieses Teils waren „drei Songs, die zusammengehören ohne Werbung“, wie der Frontman sich ausdrückte. „Lehnen Sie sich einfach zurück und genießen sie“, sagte er. Das taten die Besucher nur zu gern. Nachdem die letzten Töne von „Bridge over Troubled Water“ verklungen waren, gab es erneut begeisterten Applaus. Des Weiteren standen Songs von U2, Billy Joel oder Police auf dem Programm. Gegen Ende des Konzertes gab die Band noch einmal eine Instrumentaleinlage, für die es ebenfalls jubelnden Beifall gab. Mit einer schönen Interpretation des Annie-Lennox-Titels „Why“ wollte Wöhler sich verabschieden, aber das Publikum forderte mit rhythmischem Klatschen energisch eine Zugabe. Bei „Bye bye Junimond“ sangen schließlich alle mit. Doch bye bye wollten die Verdener immer noch nicht sagen. Erst mit „You Look Wonderful Tonight“ war das Konzert wirklich zu Ende. - ahk

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