Rat beschließt einstimmig Kauf / Investorenwettbewerb in der Vorbereitung

Stadt neue Eigentümerin des Syndikatshaus-Areals

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Das gesamte Areal, vom Postgebäude bis zu Wettcafé und Spielcasino, geht in den Besitz der Stadt über.

Verden - Nun ist es offiziell: Die Stadt Verden wird das Syndikatshaus samt der umliegenden Gebäude erwerben. Bürgermeister Lutz Brockmann und Kämmerer Wolfgang Leseberg bestätigten gestern Nachmittag gegenüber der Presse einen entsprechenden, einstimmig gefassten Ratsbeschluss.

Zu dem Kaufpreis wollten sich die beiden Männer jedoch nicht äußern. Er liege aber weit unter den vier Millionen Euro, die die Ratsmehrheit im Nachtragshaushalt für den Erwerb von Grundstücken freigab.

Erst, wenn die Verträge unterzeichnet sind, will die Stadt die Katze aus dem Sack lassen. Damit, so Leseberg, rechne er in den nächsten 14 Tagen.

Das Areal umfasst die Zeile vom Postgebäude am Norderstädtischen Markt bis zum Spielcasino an der Großen Straße. Bis 2007 befanden sich die Häuser in Besitz der Familie Kappel, die dort auch einen Eisenwarenhandel betrieb. Dann gingen sie über in einen britischen Immobilienfonds.

Mit dessen Vertreter nahm Verden in den zurückliegenden Jahren immer wieder Kontakt auf. Die Kaufverhandlungen seien jedoch stets an den Preisvorstellungen der Gegenseite gescheitert, so Brockmann und Leseberg. Bis jetzt.

Nach dem Erwerb der benachbarten Kaufhalle ist das rund 3000 Quadratmeter große Quartier rund um das denkmalgeschützten Syndikatshaus so etwas wie das letzte Puzzleteil zur Umsetzung des Rahmenplans Allerufer, der Hotel, Handel und Wohnungen in zentraler Lage beinhaltet.

Genau genommen hätte es dazu nur des Postgebäudes bedurft. Dort sieht der Plan einen Weg vor, der die Parkpalette am Nordertor mit der Innenstadt verbindet. Die Briten hätten jedoch nur alle Häuser zusammen verkaufen wollen. Brockmann bewertete es als positiv. Der Bereich an der Großen Straße sei nicht sehr attraktiv und könne nun auch entwickelt werden, sagte er.

Für die Nutzer der Gebäude ändert sich aber erst einmal nichts – bis auf den Vermieter. Zum einen behalten die Mietverträge ihre Gültigkeit. Der der Kaufhalle läuft zum Beispiel noch bis 2018. Zum anderen hat die Stadt keinesfalls vor, das Quartier selber zu entwickeln. Das möchte sie in die Hände eines oder mehrerer Investoren legen.

Dazu sei ein Wettbewerb geplant, so Lutz Brockmann. Die Ausschreibung soll noch in diesem Jahr starten. Aufgabe der Verwaltung sei es jetzt, die dazugehörigen, möglichst weit gefassten Rahmenbedingungen abzustecken. „Jede Einschränkung ist doch ungeschickt“, sagte der Bürgermeister. „Wichtiger ist es, die Ziele der Stadt zu formulieren.“

kp

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