Rat beschließt Ausschreibungsverfahren für Kaufhallengrundstück

Sahnestück am Allerufer

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Nächster Schritt zur Umgestaltung des Allerufers: Die Stadt schreibt das Kaufhallengrundstück für Investoren aus.

Verden - Es ist das Herzstück der Umgestaltung des Allerufers und sicher eines der größten Bauprojekte in Verden zur Zeit: Ab heute läuft die Ausschreibung für das Kaufhallengrundstück. Die Stadt lädt Investoren ein, sich mit ihrem Konzept für die Entwicklung der 7600 Quadratmeter großen Fläche zwischen Allerufer und Blumenwisch zu bewerben. Abgesegnet hatte der Rat das Verfahren am Dienstag in nicht öffentlicher Sitzung.

Wirklich feststehende Vorgaben für das, was da entstehen soll, gibt es nur wenige, berichteten Bürgermeister Lutz Brockmann und Birgit Koröde gestern im Pressegespräch: Das Grundstück soll mindestens 1,9 Millionen Euro bringen und, was darauf gebaut wird, mit Einzelhandel, Hotel und Wohnungen in den Rahmenplan einfügen, den der Rat 2010 beschlossen hat.

Anfragen von Investoren habe es immer wieder gegeben, berichtete Brockmann. Überraschend findet er das nicht. „Die Lage ist ideal, innenstadtnah, direkt am Fluss und an der B 215.“ Ein Sahnestück von Immobilie also, und deshalb werden im Rathaus jetzt mit Spannung die Vorschläge von Investoren erwartet. Wie das Umfeld sich weiter entwickeln wird, ist bereits an der Reeperbahn und den neu angelegten Verkehrswegen in der Innenstadt zu erkennen.

Wirtschaftsförderin Birgit Koröde erwartet, dass ein Projekt mit einem Investitionsvolumen von 25 bis 30 Millionen Euro herauskommen wird. Aber nicht nur das Geld, sondern der Nutzen für die Stadt und ihre Struktur stünden für die Auswahlkriterien im Vordergrund. Ideen und Konzepte von Investoren und ihren Planern sollen bis zum 23. Februar im Rathaus vorliegen.

Eine Jury aus Vertretern der Stadt und Fachberatern wird dann das weitere Erwerber-Auswahl-Verfahren begleiten. Dazu folgt dann ein Kolloquium im April und eine zweite Phase, die der detaillierteren Planung dient. So soll die Entscheidung in einer Auswahlsitzung Mitte Juni vorbereitet werden.

Wenn die Planung für das städtebauliche Juwel mit der Aller-Promenade dann feststeht, und das Projekt in die Umsetzung geht, erwartet Brockmann, dass die rechtlichen Voraussetzungen mit einem Vorhaben-bezogenen Bebauungsplan geschaffen werden. Das neue „urbane Quartier“, das die Ausschreibung umreißt, soll die historisch gewachsenen Abgrenzungen der ehemaligen Norderstadt wieder aufnehmen und attraktiv gestalten. Sogar ein Stück alte Stadtmauer gehört dazu.

„Das wird auch ein Stück Stadtreparatur“, kommentierte Brockmann die Vorgaben für das Projekt. Das Kaufhallengebäude werde weichen müssen, ebenso die Post. Die Verträge sähen allerdings einen Abriss nicht vor 2018 vor. Versorger Rewe werde voraussichtlich auch im Neubau untergebracht. Die Ausschreibung ist auf der Internetseite der Stadt unter www.verden.de/ausschreibungen zu finden.

kle

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