15 Junglandwirte in Langwedel freigesprochen / Grußwort von Peter Bohlmann

Ein Beruf mit Leidenschaft und Pfiffigkeit

Trotz Krise guter Stimmung – die 15 frischgebackenen Junglandwirte aus dem Landkreis Verden. - Foto:Landvolk

Landwedel - „Die Landwirtschaft war bedeutend, ist bedeutend und bleibt bedeutend im Landkreis“, stellt Landrat Peter Bohlmann (SPD) in seinem Grußwort bei der Freisprechungsfeier der 15 frischgebackenen Landwirte in Langwedel klar. Mit seinem Statement sendet der Landrat ein klares Signal der Unterstützung an den Berufsstand.

Wie bereits in den vergangenen Jahren setzt sich trotz Krisenstimmung in der Branche der Trend steigender Ausbildungszahlen fort. Dass die Lage besonders angespannt ist, lässt auch den Landkreis Verden nicht kalt, so Bohlmann in seiner Rede. Landwirtin oder Landwirt sein, hat gerade dieser Tage mit viel Mut und Durchhaltekraft zu tun. Landwirtin oder Landwirt werden, steht diesem in nichts nach. Sehr komplex und umfangreich ist die Ausbildung. Da freut es umso mehr, wenn die Ergebnisse Grund zur Hoffnung böten, sagt Heinfried Krüger, Lehrer an den BBS Dauelsen, wo die 14 Junglandwirte und eine Junglandwirtin ihre Ausbildung absolviert haben. Auch das ist ein Trend: Immer mehr Frauen entdecken den Beruf für sich.

Erfahrungsgemäß ist der Abschluss für viele jedoch noch nicht das Ende der Bildungskarriere. Den Meister machen oder studieren – das ist heute eher die Regel als die Ausnahme. Und die guten Ergebnisse der vorhergegangen Prüfungen nähren diese Annahme. Sechs der vierzehn Absolventen schließen die Ausbildung mit einer zwei vor dem Komma ab, vier davon sogar mit einer eins. Lobenswert, wie Heinfried Krüger von der zuständigen Berufsschule feststellt.

Auch Kreislandwirt Jörn Ehlers hat Lob für die neuen Berufskollegen. „Mit der Urkunde haben Sie sich heute ein Stück Freiheit geschaffen“, so Ehlers. Was die fünfzehn Junglandwirte letztlich daraus machen, „liegt ab sofort in euren Händen“. Mit Blick auf die gesellschaftliche Entwicklung resümiert Ehlers: „Jeder von uns ernährt heute circa 150 Menschen. 98 Prozent der Gesellschaft brauchen sich somit nicht um die Herstellung von Nahrungsmitteln kümmern.“ Eine Errungenschaft, die aber gleichzeitig auch das Dilemma der Landwirtschaft aufzeige: die fehlende Wertschätzung für die Arbeit der anderen zwei Prozent.

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