Besuch aus Minsk

Duo sorgt für berührende Momente im Domgemeindezentrum

Zu einem besonderen Konzert hatten Anya und Anastassja Aleksejtschik in das Domgymeindezentrum eingeladen.

Verden - Das Publikum begrüßte die beiden Töchter der Musikerfamilie Aleksejtschik aus dem weißrusssischen Minsk mit herzlichem Applaus. Dorothee Lorenz-Schümann hat das Gastspiel der beiden Musikerinnen besucht. Sie hat den Auftritt in Verden organisiert und auch einen Teil der Moderation des Abends übernommen. Jetzt berichtet sie über ihre Eindrücke, von einem ebenso hochmusikalischen wie familiären Konzert.

Kirchenmusikdirektor Tillmann Benfer hatte die Besucher im Domgemeindezentrum begrüßt. Als Freundin der Familie Aleksejtschik stellte Dorothee Lorenz-Schümann die beiden Musikerinnen des Abends vor.

„Beide haben schon als junge Mädchen diverse Preise bei wichtigen Musikwettbewerben auch in Deutschland gewonnen. Die Violinistin Anya hat aufgrund ihrer besonderen Begabung einen der sehr begehrten Studienplätze in Moskau erhalten. Anastassja konzertiert als Pianistin solistisch und mit verschiedenen Orchestern, sowie staatlichen Kammerorchestern in Weißrussland, Russland und im weiteren Ausland. Sie ist oft auf Konzertreisen unterwegs und unterrichtet inzwischen an der Musikakademie in Minsk“, berichtete Lorenz-Schümann.

Das abwechslungsreiche Programm begann mit dem ersten Satz der Sonate Nr. 2 A-Dur, Opus 100, für Violine und Klavier von Johannes Brahms. Offensichtlich berührt verfolgten die Zuhörer den Vortrag, es herrschte andächtige Stille.

Nach einem Ausflug in die „leichte Muse“, einem Potpourri über Themen aus Operetten von Emmerich Kalman und Franz Lehar, stellte sich die Pianistin als Solistin mit drei anspruchsvollen Stücken aus den Preludes Opus 23 und 32 für Klavier solo von Sergei Rachmaninoff vor. „Sie spielte technisch brillant und doch mit scheinbarer Leichtigkeit und zugleich leidenschaftlicher Hingabe“, erinnert sich die Moderatorin.

Zur Entspannung folgte dann die erfrischende „Freude der Liebe“ von Fritz Kreisler für Violine und Klavier.

Als Freundin und Gastgeberin der Schwestern hatten sie Dorothea Lorenz-Schümann eingeladen, selbst etwas zu dem Konzert beizutragen. Passend zum winterlichen Wetter, inzwischen hatte Schneefall eingesetzt, trug die Organisatorin, seit vielen Jahren Mitglied des Domchores Verden, das Winterlied von Franz Schubert vor.

Ein Ausflug in die russische Musik folgte. Auch die Tschaikowskis Meditation für Violine und Klavier interpretierten sie brillant. Nach besonders fordernden Stücken freuen sich die Schwestern immer auf Abwechslung, diesmal aus der Filmmusik zu „Frühstück bei Tiffanys“.

Dann war noch einmal volle Konzentration bei „Variationen über ein Originalthema“ von Henrik Wieniawski gefordert. Auch zeigten die Schwestern, wie großartig sie das Spiel als Ensemble beherrschen. „Es war mehr als erstaunlich, mit wie viel Temperament die junge Frau diese Komposition mit ihrer Violine interpretierte. Ihre Schwester am Klavier war allerdings eine kongeniale, einfühlsame Begleiterin“, resümierte Loren-Schümann.

Was dann folgte, sei überraschend und berührend gewesen. Anya Aleksejtschik legte die Violine zur Seite und sang das Lied „Tanzen möchte ich“ aus dem Musical „My Fair Lady“ von Frederick Loewe. Anastassja hatte den Deckel des Flügels geschlossen, um die zarte Interpretation nicht mit zu lautem Spiel zu übertönen. Eine junge Stimme mit natürlichem Vibrato erklang und die Zuhörer hätten dem Vortrag ganz verzaubert gelauscht. Die Schwestern seien mit lang anhaltendem Applaus verabschiedet worden.

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