Berthold Vanselow: „Best Platzknecht ever“

Aufbauchef der Verdener Domfestspiele verabschiedet sich

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Verabschiedet sich jetzt von den Verdener Domfestspielen: Berthold Vanselow.

Verden - Nach zehn Jahren Einsatz für die Verdener Domfestspiele wird Aufbauchef Berthold Vanselow sich künftig das große Freilichttheater und andere Kulturprojekte des Vereins nur noch als Gast zu Gemüte führen: Mit 76 Jahren tritt er sozusagen in den wohlverdienten, ehrenamtlichen Ruhestand.

„Wir werden Berthold sehr vermissen – er hat unglaublich viel für uns geleistet“, sagt Vereinsvorsitzende Gabriele Müller, die den langjährigen, engagierten Backstagemitarbeiter 2007 „entdeckte“, als sie eine gut organisierte Allerhochwasser-Rallye des Wassersportvereins Verden besuchte. „Da wir damals auf der Suche nach einem neuen Aufbauleiter waren, fragte ich nach, wer für die Logistik verantwortlich sei – und habe Berthold sofort mit dem Ansinnen überfallen, doch die Organisation in 2008 zu übernehmen“, so Müller in einer Pressemitteilung.

Vanselow, pensionierter Oberstmajor und in seinen letzten Berufsjahren in Brüssel für logistische Aufgaben der Bundeswehr zuständig, fackelte nicht lange und sagte zu. „Ich wurde einfach shanghait“, nennt er auch heute noch seine Anwerbung, die er nie bereute: „Das gesamte Theatergeschehen hat mich sehr bereichert.“

Den Abbau lässt Vanselow sich natürlich nicht nehmen

Doch nicht nur für die Domfestspiele stand der leidenschaftliche Wassersportler und handwerkliche Könner zur Verfügung: Er war auch immer im Einsatz, wenn andere Kulturprojekte des Vereins wie der „Ladenfüller“ und die „Allersymphonie“ auf die Beine gestellt wurden.

Seinen Bühnennamen „Platzknecht“ hat Berthold Vanselow daher im besten Sinne verdient und bekam jetzt Weiß auf Schwarz, dass es nur einen geben kann: „Best Platzknecht ever“ prangt auf seinem Shirt, das ihm vom Vereinsvorstand jetzt als kleines Dankeschön für sein enormes Engagement überreicht wurde – und das er in seiner letzten Saison bei den Verdener Domfestspielen mit Stolz trägt. Bei den weiteren Aufführungstagen bis zum 29. Juli möchte er das Backstageleben noch in vollen Zügen genießen und natürlich beim Abbau helfen.

„Und ab dann drücke ich die Daumen dafür, dass die Voraussetzungen für eine weitere Allersymphonie im Sommer 2018 geschaffen werden können“, verspricht der engagierte „Festspiel-Frührentner“. Das große Freilichtkonzert im Allerpark mit dem Jungen Philharmonischen Orchester Niedersachsen und Gesangssolisten möchte er dann völlig stress- und arbeitsfrei nur als Besucher genießen.

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