Ehemalige aus dem Parkhotel Grüner Jäger erinnern sich

„Bernhard“ im Fahrstuhl und weitere Anekdoten

Blick zurück mit viel Spaß (v.l.): Urte Nothnagel, Katrin Krempel-Lossau, Frauke Schubert, Nicole Nienstädt, Anke Giesges, Heike Menke, Jürgen Menke, Jürgen Willenbrock, Dietz Döhling, Heinke Döhling, Axel Klenke und Jürgen Döhling.

Verden - Ein Hund, der sogar Spaß verstand, ein bisschen verrückte Stammgäste und jede Menge weitere Anekdoten: Es war ein buntes Völkchen, dass sich gut gelaunt vor der Eingangstür des ehemaligen Parkhotels Grüner Jäger in Verden versammelte und nur mal wieder die „guten alten Zeiten“ aufleben lassen wollte.

Es ist eine lange Tradition, die sich mit dem Haus an der Bremer Straße verbindet und ebenso lang ist die Liste der ehemaligen Mitarbeiter, die das Haus mit Leben füllten. „Wir haben dort viele schöne Jahre erlebt“, erzählte Nicole Nienstädt, die im Grünen Jäger ihre Ausbildung machte. So was schweiße zusammen, und auch als das Haus vor circa drei Jahren für immer die Pforten schloss, riss der Kontakt nie ab.

Zwar war es eher eine spontane Idee, als einer der „Ehemaligen“ eine Nachricht per Handy und WhatsApp auf die Reise schickte, um ein Wiedersehen zu organisieren, doch es spricht für die Truppe, dass bereits einen Tag später Party gefeiert werden konnte. „Jeder bringt etwas mit, Treffpunkt direkt vor dem Haus an der Bremer Straße“, lautete die Botschaft. „Wen die Nachricht erreichte, der hat sich auf den Weg gemacht“, freute sich Nicole Nienstädt.

Jeder war willkommen und von der ehemaligen Auszubildenden über den Hausmeister bis zum Zimmermädchen oder zur Servicekraft, alle wollten gemeinsam anstoßen. „Und dann brauchten wir nicht lange, und die alten Geschichten kamen auf den Tisch“, berichtete Nicole Nienstädt. Dazu gehörten natürlich die Erinnerungen an den ehemaligen Chef Dierk Matthäi. „Wir alle haben jahrelang mit ihm gearbeitet, es war eine spannende Zeit, in der wir viel Schönes erlebt haben“, so Nienstädt.

Haus- und Hofhund gehörte einfach immer dazu

Sie erinnert sich noch genau daran, wie der Chef nach einer Feier die Angestellten frühmorgens abholte und nach Hause fuhr. Thema war zwangsläufig auch „Bernhard“. Der Haus- und Hofhund passte auf, dass sich keine unliebsamen Gäste auf dem Hotelgelände herumtrieben. Aber der Vierbeiner konnte auch manchmal nerven, wenn er im Hotel dem Personal bei der täglichen Arbeit in die Quere kam. „Dann haben wir ihn einfach in den Fahrstuhl gesetzt und eine Etage höher geschickt. „Bernhard“, so versicherte Nicole Nienstädt, „hatte seinen Spaß daran und wir natürlich auch.“

Die Geschichten sprudelten bei dem Wiedersehen nur so heraus. Jeder aus der zehnköpfigen Runde hatte was zu erzählen. „Es genügte meist nur ein Stichwort“, so Nienstädt.

Und wie waren die Gäste? Klar, habe es Stammgäste gegeben, eine ältere Dame, die jeder kannte und die sich täglich an der Theke des Restaurants ihr Essen bestellte, auch Menschen, die ihre Sorgen loswerden wollten, kamen. Mehr werde aber nicht verraten. Diskretion nach so viel Jahren, auch das muss sein. „Es war ein besonderes Arbeitsklima und eine ebensolche Atmosphäre“, schwelgte die Gruppe in schönen Erinnerungen.

Der Blick auf das jetzige Gebäude und der baldige Abriss erfülle einen schon mit ein bisschen Wehmut. „Aber die vielen Erlebnisse bleiben und die regelmäßigen Treffen wird es auch danach noch geben“, betonte Nicole Nienstädt.

mw

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