Störtebekers Bart wächst schon seit Januar

Bernd Maas ist bestens vorbereitet auf das Schauspiel bei der Lätarespende

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Nagelkreuz und Totenkopf: Der riesige Bierhumpen des Piraten Klaus Störtebeker ist noch leer vor dem großen Auftritt von Berns Maas bei der Lätarespende.

Verden - „Der Bart wächst schon seit Mitte Januar“, verriet Bernd Maas über seine männliche Haarpracht. Der Schauspieler demonstriert so, dass er sich ganz und gar, sozusagen mit Haut und Haaren, mit der Rolle des Klaus Störtebekers identifiziert.

Am Montag, 27. März, ist es wieder soweit und der Pirat aus Nord- und Ostsee kommt zur Lätarespende zum Rathaus in die Allerstadt. Bis dahin wird noch fleißig mit den sechs Likedeelern geprobt. „Alles neben den schon gestarteten Proben für die diesjährigen Domfestspiele“, so Maas.

Pirat freut sich Ehrengäste zu fassen zu kriegen

Um die wichtigen Ehrengäste, die meistens ob ihrer politischen Funktion zum Verteilen der Spenden von Hering und Brot an die Verdener gerufen werden, so richtig aufs Korn zu nehmen, braucht Maas allerdings nicht viel Übung. Denn bereits seit fünf Jahren poltert Pirat Störtebeker alias Maas in Richtung Obrigkeit und weist auf die Missstände hierzulande in seiner oft sehr direkten Art und Weise hin.

„Da bin ich Profi“, bestätigte Maas und dankt gleich auch mal dem Regisseur der Domfestspiele, Hans König, für die Ausarbeitung des Textes für das imposante Schauspiel mit Fisch und Backwaren. „Es ist einfach unglaublich welche Leute ich da als Störtebeker zu fassen kriege und die Chance lasse ich mir nicht entgehen. Ich bin ja Pirat!“, schilderte Maas seine Motivation für das jährlich stattfindende Spektakel in der Fastenzeit.

Klebebart ist für den Pirat keine Alternative

Auch das Zusammenspiel mit den anderen Protagonisten funktioniere bestens. Dank dem Magister Wigbold, der als einziger der Vitalienbrüder lesen und schreiben kann, hofft Störtebeker endlich Unterstützung für Reformen bei der Obrigkeit zu finden. Getreu dem Motto „Wissen ist die beste Waffe für Veränderungen“ hat der Pirat in diesem Jahr Großes vor. Details wollte der Rotbärtige Seeräuber aber noch nicht verraten.

Gefragt, warum er denn nicht auf einen Klebebart aus dem Theater zurückgreifen würde, antwortete Maas, „Dann denke ich die ganze Zeit nur an den Bart, weil der sich doch lösen könnte.“ Außerdem ließ er durchblicken, „Es wirkt zwar alles locker gespielt, wenn ich die Politiker ins Visier nehme, aber das erfordert höchste Konzentration“.

Traditionell wird dann noch der Bart des Piraten mit Herz für die Armen und Hungernden am Sonntag vor der Lätarespende ganz authentisch rot eingefärbt. Das Schwert wurde auf jeden Fall schon poliert und der gewaltige Bierhumpen wartet auf ein durstlöschendes Kaltgetränk, damit der Freibeuter sich während der selbstlosen Spende stärken kann.

lee

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