Leser schreiben zum Umbau des Verkehrsknotenpunktes in Verden

Unfallschwerpunkt Berliner Ring: Kreisel klarer Favorit

Blick auf den Plan: So könnte der Kreisel am Berliner Ring aussehen.
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Blick auf den Plan: So könnte der Kreisel am Berliner Ring aussehen. Plan: Stadt Verden

Verden – „Kreisel oder Kreuzung?“, lautete die Frage an die Leserinnen und Leser. Gesucht ist eine Lösung für den Verkehrsknotenpunkt Berliner Ring/Max-Planck-Straße. Etliche Leser zögerten nicht lange, tippten, mal kurz, mal länger, ihre Meinung per E-Mail. Das mehrheitliche Ergebnis, fast schon von einem hörbaren Stoßseufzer begleitet: „Endlich ein Kreisel“, freut sich Ebba Freytag.

Aber es gab auch Ideen, die noch über den Vorschlag der Planer hinaus durchaus Fantasie bewiesen. „Ein Tunnel wäre doch auch nicht schlecht“, so schreibt Thorsten Zölle. Schränkte aber auch gleich ein, dass der Aufwand zu groß wäre.

Berliner Ring in Verden: Ein Tunnel wäre doch auch nicht schlecht

Zölle ist gebürtiger Verdener, wohnt in Dauelsen und ist in der Stadt mit Auto, dem Rad und zu Fuß unterwegs. „Ich halte den Kreisel für die beste Lösung“, schreibt Zölle. „Es muss dringend auf die Sicherheit der Radfahrer und Fußgänger geachtet werden. Denn diverse Vorfälle sind ja bekannt. Vom Berliner Ring in Fahrtrichtung Eitzer Straße kann ein Radfahrer sicher an der Kreuzung vorbei, aber aus allen anderen Richtungen wird es schwierig. Am sichersten wäre eine Untertunnelung des Kreisels, was aber wohl an den Kosten scheitern wird.“ Zölle gibt zu bedenken, ein Kreisel brauche klare Regeln. Nur Schilder aufzustellen, reiche nicht. „Wir sehen es täglich im Dauelser Kreisel. Hier sollen Radfahrer beim Queren absteigen. Das wird ignoriert und auch nicht kontrolliert“, so seine Kritik. „Wenn man als Autofahrer oder Fußgänger einen Radfahrer drauf anspricht, bekommt man entsprechende Antworten“, ist die Erfahrung des Dauelsers. „Am Kreisel Nordertor ist es umgekehrt. Dort regen sich regelmäßig Radfahrer auf, dass sie nicht rüberkommen, obwohl sie Vorfahrt haben“, hat Zölle beobachtet. Sein Appell: „Die Sicherheit von Radfahrern und Fußgänger muss beim Bau des Kreisels die höchste Priorität haben.“

„Endlich ein Kreisel am Berliner Ring“

„Kreisel oder Kreuzung?“, lautete die Frage an die Leserinnen und Leser. Gesucht wird eine Lösung für den Verkehrsknotenpunkt Berliner Ring/Max-Planck-Straße. Etliche Leser zögerten nicht lange, tippten, mal kurz, mal länger, ihre Meinung per E-Mail. Das mehrheitliche Ergebnis, fast schon von einem hörbaren Stoßseufzer begleitet: „Endlich ein Kreisel“. Mittwochabend sollen die Pläne im Rathaus in einer Hybridsitzung vorgestellt werden.

Ausreichend groß dimensioniert, so wünscht sich Hartmut Kemnade den Kreisel. Er befürchtet: „Die vorgeschlagenen 32,5 Meter reichen nicht. Man schaue mal nach Südeuropa. Die Kreisel sind ausreichend groß und der Verkehr fließt fast ohne Rückstaus. Statt die Fläche des Rhododendronparks anzugreifen, würde ich Teile des Rewe-Parkplatzes nutzen“, schlägt er vor. Und: „Als Autofahrer von der Max-Planck-Straße nach links auf den Berliner Ring abzubiegen, ist nervig“, so Kemnades Erfahrung. „Als Radfahrer den direkten Kreuzungsbereich auf der linken Seite Richtung Eitze/Kreisel zu nutzen, ist schon fast suizidal.“ Ein Bauwerk vergleichsweise wie am Nordertor hält er an dem Knotenpunkt für zu klein. „Wichtig ist, dass mehr Autos als am Nordertor den künftigen Kreisel gleichzeitig nutzen können.“

Bauwerk wie am Nordertor in Verden

Ohne Kreisel würde Axel Sonntag an dem Knotenpunkt auskommen. „Ich fahre dort oft mit dem Fahrrad zu den Einkaufsmärkten. Eigentlich müssten in dem Bereich keine baulichen Veränderungen vorgenommen werden. Denn meistens läuft der Verkehr dort trotz hohen Aufkommens recht gut. Was aber verbessert werden sollte ist die Ausleuchtung des Kreuzungsbereiches. Besonders in der Dunkelheit und wenn dann noch die Fahrbahn nass ist, sind Fußgänger und Radfahrer für die Autofahrer schwer zu erkennen“, schreibt Sonntag.

Kreuzung Berliner Ring besser ausleuchten

Ganz anders Johannes Rahjes: „Ich bin absolut für einen Kreisel mit richtig passender Größe und vier Abgängen, damit auch der Supermarkt eine eigene Zufahrt bekommt und der Verkehr gleich nach der Ausfahrt vom Berliner Ring in die Max-Planck-Straße da nicht auf Linksabbieger aufläuft“, so seine Idee. Der Kreisel sollte auch keinen Bypass, wie Verden-Ost bekommen, da man dort merke, wie wenig Autofahrer damit umgehen können. „Bei unseren dänischen Nachbarn werden schon lange Kreuzungen vorwiegend zu Kreisverkehren umgebaut“, hat Rahjes beobachtet. „Wichtig ist – nochmal –, dass die Zufahrt zu den Supermärkten nicht gleich ein Hindernis durch Linksabbieger wird“, warnt Rahjes.

Zufahrt zu den Supermärkten am Berliner Ring

Mit großem Interesse habe er den Artikel über den geplanten Umbau dieses Knotenpunktes gelesen, schreibt Rainer Gotzen. „Toll, dass da etwas passieren soll! Einen Unfallschwerpunkt gibt es laut Bericht dort auch. Alles soll besser werden, prima. Das wird jeder gut finden.“ Allerdings vermisste Gotzen den Plan für den Kreisel (siehe Foto). „Kreuzung oder Kreisel? Sagen Sie uns Ihre Meinung, wir freuen uns darauf“, hieß es in dem Artikel“, schrieb Gotzen per E-Mail. „Da frage ich mich, wie soll das denn künftig aussehen? Wie soll ich das denn beurteilen, ohne jegliche weitere anschauliche Information? So komme ich mir vor wie früher beim heiteren Berufe raten mit Robert Lembke – ,Welches Schweinerl hätten sie denn gern?". Aber da ging’s nur um die Farbe, die konnten die Befragten zum Glück ja wenigstens sehen. Kreisel oder Kreuzung? Pommes frites oder doch lieber Kroketten? Die kennt doch jeder, da kann man seine Meinung fundiert kundtun. So eine Form der Leserbeteiligung macht wenig Sinn“, kritisierte Gotzen.

Eine Ampelkreuzung wäre für Fußgänger und Radfahrer am sichersten, meint Heinz-Hermann Gansbergen. „Bei einem Kreisel haben die Radfahrer und Fußgänger immer Schwierigkeiten, man erlebt es oft im Nordertorkreisel.“

Ampelkreuzung wäre für Fußgänger und Radfahrer am sichersten

Ilona Glatz Posdziech findet optisch einen Kreisel schön. „Da es aber wohl um eine große Anzahl von Lkw geht, scheint mir eine Ampelkreuzung sicherer für Radfahrer und Fußgänger. Wünschenswert ist, dass Lkws gar nicht zu diesem Verkehrspunkt geleitet werden, sondern im Industriegebiet bleiben.“

Lkw nicht aus dem Gewerbegebiet lassen

Begeisterung herrscht bei Norman Bogert: „Endlich ein Kreisel“, freut er sich. Der Morsumer ist berufsbedingt täglich mit Fahrrad und Auto an der Ecke unterwegs. „Gut, dass Überlegungen da sind, die Situation zu ändern.“

So denkt auch Birgit Rohde: „Auf jeden Fall ein Kreisel! Der Verkehr läuft flüssiger, es kommt nicht zu sinnlosen Wartezeiten, vor allem abends und nachts. Ich kenne keinen Kreisel, der nicht funktioniert. In vielen europäischen Ländern ist das lange Standard.“

Wie in anderen europäischen Ländern: Auf jeden Fall ein Kreisel

Die Erfahrungen hat auch Karin Vesper sammeln können: „Ganz eindeutig Kreisel! Dass das funktioniert, hat uns ein Urlaub in Frankreich gezeigt. Allerdings dürfen sichere Rad- und Fußgängerüberwege nicht vergessen werden“, betont sie.

Frankreich macht es vor

Über die Grenzen nach Europa hat ebenfalls Jens Lange geblickt. „Ein Kreisel ist von allen Lösungen in Bezug auf den Verkehrsfluss die effizienteste Lösung. Wenn auch mit einem erhöhten Raumbedarf behaftet“, schreibt der Eystruper. „Sollte aber wider Erwarten eine Ampelkreuzung als Ultimo Ratio gesehen werden, sollte unbedingt die ,dänische Variante’ angewendet werden. Die Ampelsignale werden sozusagen doppelt, an der Haltelinie und auf der gegenüberliegenden Seite, angezeigt. Man kann näher an die Kreuzung heranfahren und trotzdem die Ampelphase problemlos und ohne Verrenkungen erkennen“, ergänzt Lange.

Über die Grenzen in Europa geblickt: Die dänische Variante

Im Ausschuss Straßen und Stadtgrün werden die Pläne heute vorgestellt. Das Gremium tagt ab 17.30 Uhr in einer Hybrid-Sitzung im Ratssaal.

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