13 Sitze im künftigen Stadtrat für die beiden großen Parteien / Gewinner sind FDP und Linke

SPD hat beim Zieleinlauf die Nase vorn

Bei der SPD herrschte bei der Wahlparty im Bistro Lugenstein gestern Abend eine Art Jubelstimmung (in der Bildmitte die Spitzenkandidatin Jutta Sodys). - Foto: Wennhold

Von Volkmar Koy

verden - Ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen lieferten sich gestern Abend CDU und SPD bei der Stadtratswahl in Verden. Letztendlich hatten die Sozialdemokraten die Nase vorn. Der Stimmenanteil war denkbar knapp. 11 888 Wähler hatten der SPD ihre Stimme gegeben. 11 876 entfielen auf die CDU.

Das Warten auf die endgültige Sitzverteilung war während der Wahlpartys von der SPD im Bistro Lugenstein und der CDU bei Sottis das Top-Gesprächsthema. Es kristallisierte sich heraus, dass die FDP zu den Gewinnern des Abends zählte. Ihren Stimmenanteil steigerten die Liberalen von 5,0 auf 8,9 Prozent. Im künftigen Stadtrat ist die FDP mit drei Mitgliedern vertreten. Die Grünen verloren einen Sitz und und haben künftig, statt wie bisher fünf, nur noch vier Ratsvertreter.

Die Linken (3,7 Prozent), die erstmals angetretene Partei Alfa (3,7 Prozent) und die ebenfalls bislang im Stadtrat nicht in Erscheinung getretenen Piraten (2,0 Prozent) werden jeweils einen Sitz im künftigen Stadtrat einnehmen.

Bleiben die beiden „großen“ Parteien. Die Sozialdemokraten mussten kräftig Federn lassen. Ihr Anteil von 43,4 Prozent vor fünf Jahren hat sich nahezu erdrutschartig reduziert. Nach Auszählung des vorläufigen amtlichen Endergebnisses bleiben im September 2016 lediglich 35,3 Prozent übrig. Die Sozialdemokraten werden sich in Zukunft mit 13 Sitzen zufriedengeben müssen, ein Verlust von zwei Sitzen. Die Christdemokraten können sich über einen Sitz mehr freuen (bisher hatten sie 12 eingenommen).

An wen die Sozialdemokraten Prozentpunkte abgegeben haben, konnte gestern Abend nur vermutet werden. Hauptnutznießer schienen die Liberalen und die Linken (Steigerung von 1,8 auf 3,7 Prozent) zu sein.

Erfreulich ist nach den Ergebnissen kurz vor Redaktionsschluss die Wahlbeteiligung. Vor zehn Jahren hatten 51,1 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben, bei der Kommunalwahl waren es immerhin schon 53 Prozent, gestern Abend wurden 53,9 Prozent registriert. Vermutlich alle Parteien werden überdies vermutlich in positiver Form festgestellt haben, dass die NPD nicht mehr kandidiert hatte

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