Sanierung der Traditionskneipe abgeschlossen

„Bei Leo“ wieder geöffnet

Umbau abgeschlossen: Leo Müller und seine Frau Irmi begrüßen die Gäste wieder ohne Einschränkungen. - Foto: Niemann

Verden - Von Christel Niemann. Sie hat wieder auf. Seit dem 4. März hat die Traditionskneipe „Bei Leo“ an der Lahusenstraße 11 wieder ohne Einschränkungen geöffnet. Die Sanierungsarbeiten sind abgeschlossen und dies haben Wirt Heinz „Leo“ Müller und seine Frau Irmtraud „Irmi“ mit zirka 50 Gästen gefeiert.

Wenn es darum geht, etwas Traditionelles, das zudem noch dem Denkmalschutz unterliegt, wieder auf Vordermann zu bringen, ist besonderes Fingerspitzengefühl gefragt. So auch bei der Sanierung besagten Gebäudes, das, so die Vermutung der Besitzer, auf Grundmauern aus dem 18. Jahrhundert steht. Soweit reicht die Geschichte der Kneipe zwar nicht zurück, aber immerhin ist sie schon 42 Jahre im Eigentum von Leo und Irmi Müller. 

Die heutige Kneipe „Bei Leo“ in einer Ansicht um 1908. Festgehalten auf einer Postkarte.

1975 übernahmen sie das Haus samt Kneipe zunächst als Pächter von einer Brauerei und drei Jahre später kauften sie es. Müller: „Wir wissen, dass es hier über Jahrhunderte eine Schankwirtschaft mit Ausspann gegeben hat.“ Schmunzelnd erinnert sich Leo auch an die eigenen Anfänge in der Gastronomie. „Mein Gott, was war hier manchmal los. Ich war jung und meine Gäste auch, und wer bis um 19 Uhr keinen Platz in der Kneipe gefunden hatte, kam aus Platzgründen auch nicht mehr rein.“ Regelmäßig, so erzählt er, habe auch die Polizei vorbeigeschaut. „Es gab immer mal wieder Stress mit den Nachbarn wegen des Lärms. Damals war um 1 Uhr noch Sperrstunde.“

Kneipenbetrieb auf Sparflamme

Demnach kann man „Bei Leo“ getrost als Verdener Institution bezeichnen. Umso mehr bedauerten es viele Gäste, als der Gastronom vor drei Jahren den Schankraum aus baustatischen Gründen schließen musste. „Wir haben den Kneipenbetrieb im Klubzimmer auf Sparflamme aufrecht erhalten, aber das Wahre war das natürlich nicht“, erzählt Leo Müller. Er und seine Frau sind heilfroh darüber, dass die umfangreichen Sanierungs- und Bauarbeiten im Gastraum endlich abgeschlossen sind.

Die Eheleute haben „Bei Leo“ behutsam umgekrempelt, ohne das beim Stammpublikum beliebte Ambiente kaputt zu machen. Fußböden und Wände wurden zwar aufwändig saniert und teilweise neue Fenster eingebaut, doch bei der Inneneinrichtung ist alles beim Altem geblieben. Theke, Tische und Stühle sind gemütlich wie früher, wirken durch den aufgefrischten äußeren Rahmen einen Tick moderner.

Eingangsbereich aufgehübscht

Schön geworden ist auch der Eingangsbereich mit der historischen Tür, die Irmi Müller mit Farbe aufgehübscht hat. „Wir freuen uns jetzt auf unsere alten Gäste und hoffen natürlich, dass auch neue Gäste auf ein Glas Bier oder Wein einkehren, vielleicht eine Kleinigkeit essen oder ihre Familienfeier von uns ausrichten lassen.“

Von Montag bis Freitag, ab 11 Uhr, und an Sonn- und Feiertagen, ab 19 Uhr, steht „Bei Leo“ seinen Gästen wie bisher offen, sonnabends ist Ruhetag.

„Die Gaststätte war schon immer ein Haus von Freunden für Freunde, und das“, so Leo, „wird sie auch bleiben.“

Mehr zum Thema:

London: Fast alle Festgenommenen wieder frei

London: Fast alle Festgenommenen wieder frei

Werk-Kunst Ausstellung im Verdener Rathaus

Werk-Kunst Ausstellung im Verdener Rathaus

Unglücksfähre "Sewol" vor Südkorea auf Lastschiff verladen

Unglücksfähre "Sewol" vor Südkorea auf Lastschiff verladen

"Schwung und Kraft": Vettel jagt Hamilton in Australien

"Schwung und Kraft": Vettel jagt Hamilton in Australien

Meistgelesene Artikel

Betrunkener Schwertransport-Begleiter verursacht Unfall auf A27

Betrunkener Schwertransport-Begleiter verursacht Unfall auf A27

Glockenspiel: Zwei Jahre Pause beendet

Glockenspiel: Zwei Jahre Pause beendet

Chemieschüler-Elite des Landes zu Gast

Chemieschüler-Elite des Landes zu Gast

3,6 Millionen Euro Baukosten für Integration und Inklusion

3,6 Millionen Euro Baukosten für Integration und Inklusion

Kommentare