Behindertensportverein kauft neuestes Modell / Vorsitzender stellt sich vor

Herzsportgruppe freut sich über Defibrillator

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Der neue Defibrillator kann im Ernstfall lebensrettend sein (v.l.): Jürgen Kahrs, Petra Janßen (Übungsleiterin), Marion Kamermann, Dr. Andreas Redeker, Bernd Degenar und Marianne Oehlrich (Übungsleiterin).

Vverden - Ein neuer Defibrillator mit fortschrittlicher Technik gehört jetzt zur Ausrüstung des Behindertensportvereins (BSV) Verden. Der neue erste Vorsitzende Jürgen Kahrs präsentierte das Gerät am Dienstag den Teilnehmern der Herzsportgruppe und nutzte dabei gleich die Gelegenheit, sich vorzustellen.

Die Anschaffung eines neuen Defibrillators war notwendig geworden, da das Vorgängermodell nicht mehr funktionstüchtig war. Bei plötzlich auftretendem Kammerflimmern kann ein Defibrillator lebensrettend sein. Gerade in einer Herzsportgruppe sollte er daher auf keinen Fall fehlen. Selbstverständlich steht der „Defi“ aber auch allen anderen Sportgruppen des BSV zur Verfügung.

„In den vergangenen 26 Jahren haben wir glücklicherweise noch nie einen Defibrillator gebraucht. Wir wollen hoffen, dass das so bleibt“, erklärte Jürgen Kahrs. Das neue Modell ist zurzeit das beste auf dem Markt, es verfügt über eine vollautomatische Benutzerführung, unterstützt zusätzlich die Herz-Lungen-Wiederbelebung und ist auch sonst besonders einfach zu bedienen. Knapp 2200 Euro hat das Gerät gekostet, eine Ausgabe, die zunächst komplett zu Lasten des Vereins geht. „Wir haben aber einen Antrag beim Landkreis gestellt und hoffen auf einen Zuschuss“, berichtete Sportwart Bernd Degenar.

Der Herzsport ist ein Rehabilitationsangebot des BSV für Menschen nach Herzinfarkt, Bypass-Operationen, Ballondilatation, Herzklappenersatz oder Herzrhythmusstörung. Je nach Belastbarkeit der Teilnehmer wird in drei verschiedenen Leistungsgruppen trainiert. Ziel ist es, die Herz-Kreislauffunktion zu verbessern, Muskelkraft aufzubauen, die Körperwahrnehmung zu fördern sowie Koordinations- und Bewegungsschulung zu trainieren.

Circa 70 Teilnehmer treffen sich einmal in der Woche dienstags in der Jahnsporthalle. Die Sportler werden im Wechsel von drei Ärzten überwacht.

„Leider haben wir zur Zeit einen Aufnahmestopp, da uns die Hallenkapazität fehlt“, bedauert Übungsleiterin Marion Kamermann.

ahk

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