Referent der Landesschulbehörde zu Gast

David Haschke über Individualität, Begabungen und Interessen

Referent David Haschke.

Verden - Die besonderen Begabungen Heranwachsender, wie diese überhaupt zu erkennen sind und wie sie nachhaltig gefördert werden können, standen im Fokus einer vom Verdener Kooperationsverbund zur Förderung besonderer Begabung (KOV) organisierten Fortbildung. David Haschke, Schulpsychologischer Dezernent bei der niedersächsischen Landesschulbehörde, informierte Lehrkräfte und Erzieher.

Haschke ging in seinem Vortrag detailliert auf die Individualität von Begabungen, Interessen und Neigungen von Heranwachsenden ein. Der beste Bildungsweg sei folglich derjenige, der die spezifische Leistungsfähigkeit beachte und zur Entfaltung bringe. Demzufolge sei auch eine dauerhafte Lernmotivation nur aufrechtzuerhalten, wenn alltägliche Anforderungen und Angebote den individuellen Lernvoraussetzungen angepasst würden.

Kinder und Schüler mit großer Lernfreude oder bestimmten Interessen, schneller Auffassungsgabe und dergleichen gelte es besonders zu fordern und zu fördern. Das, so der Referent, müsse nicht zwangsläufig im Unterricht geschehen. Arbeitsgemeinschaften oder Wettbewerbe wie etwa „Jugend forscht“ seien ebenso geeignet. Entscheidend sei, anregungsreiche, flexible und vielfältig differenzierende, zur Selbstständigkeit ermutigende Lern- und Leistungsangebote zu schaffen. Sie sollten darauf abzielen, die Begabung zu entfalten.

Persönliche Merkmale spielen wichtige Rolle

Haschke unterstrich, dass sich Potenziale nicht zwangsläufig in Leistung ausdrücken. Persönliche Merkmale wie Anstrengungsbereitschaft, Ausdauer, Sozialkompetenz, Selbstbewusstsein oder Kreativität spielten eine wichtige Rolle dabei, ob und wie sich hohe Potenziale in hoher Leistung manifestierten. Folglich stelle eine besondere Begabung eine Entwicklungsmöglichkeit dar, die nicht mit Leistung gleichzusetzen sei.

In Sachen Begabtenförderung machen die Verdener Grundschulen, Gymnasien und die Kindertagesstätte St. Josef bereits seit längerem gemeinsame Sache. In dem dafür eigens gegründeten Kooperationsverbund zur Förderung besonderer Begabungen schreibt eine Koordinierungsgruppe das Förderkonzept kontinuierlich fort, organisiert und koordiniert interne und externe Angebote oder lädt zu Veranstaltungen ein.

Seit der Gründung von KOV wurde in diesem Bereich schon einiges in Bewegung gesetzt: Die Arbeit an den Förderkonzepten und viele neue Angebote für die Jugendlichen. Ziel der von GaW-Lehrerin Katrin Fach organisierten Veranstaltung mit David Haschke war es daher, neben wissenschaftlich fundierten Fakten Anregungen für die weitere Praxis in Kita und Schule zu geben und die teilnehmenden Pädagogen für die Diagnose und Förderung von besonderen Begabungen bei Heranwachsenden zu sensibilisieren. 

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