Die Beerdigungsgemeinschaft versenkt die Domweih in der Aller

Schwerer Gang zur Brücke

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In der gemeinsamen Trauer über das Ende des Volksfestes kam es zu spontanen Aktionen, wie diesen Trost spendenden Tanz.

Verden - Jetzt ist sie Geschichte, die 1030. Verdener Domweih. Mit dem Bummel der „Beerdigungsgemeinschaft Verdener Domweih“ endeten am Donnerstag gegen Mitternacht die sechs turbulenten Tage in der Verdener Innenstadt.

Ein letztes Mal gaben die Besucher so richtig Gas, und viele feierten auch nach dem Ende des Volksfestes in den Kneipen bis in den frühen Morgen weiter. Die fast schon sommerliche Witterung hatte dafür gesorgt, dass an diesem Abend die „Hütte“ noch einmal so richtig voll wurde. Menschenmassen drängten sich auf dem Festgelände, und stellenweise war es mühsam, sich den Weg durch die Menge zu bahnen.

Respektvoll machten die Besucher aber Platz, wenn sich der Trauerzug der Beerdigungsgemeinschaft näherte. Dieses seit Mitte der 70er-Jahre übliche Bestattungsritual ist am Abend des Domweihdonnerstag vom Festgelände nicht wegzudenken.

Hinter „Pastor“ Udo Grotzsch und Musikern des Bläserkorps Dörverden folgte der mit einem schönem Blumenbukett geschmückte Sarg und die Trauergemeinde; alle in für den Anlass angemessenen Kleidung.

Gegen acht Uhr hatte sich der Trauerzug nach der Einstimmung im Akzent-Hotel Höltje in Bewegung gesetzt. In Höhe der Herrlichkeit erreichte der Trupp dann den Pöttjermarkt. Die erste Etappe absolvierte die seltsame Gesellschaft relativ schnell, aber in Höhe des Verlagsgebäudes der Verdener Aller-Zeitung musste sich die Trauergemeinde durch Menschenmassen auf dem Wall „kämpfen“. Überall aber zeigten sich die Schausteller und Festwirte spendabel, wenn die Gesellschaft eine Pause einlegte.

Von der „Bodega“ aus startete der letzte Teil des schweren Gangs mit dem Ziel Südbrücke. Hunderte von Menschen waren dort Zeuge, als der geschmückte Sarg den Fluten der Aller übergeben wurde. Und während Feuerwehrleute die Kiste flussabwärts bargen, lenkte ein respektables Feuerwerk die vielen Domweihbesucher vom Ende des Volksfests ab. Auf dem Festplatz waren zu dem Zeitpunkt die Abbauarbeiten schon voll in Gang gekommen. Am 4. Juni 2016 heißt es erst wieder „Prost Domweih“.

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