Johanniter-Ortsverband feiert 50-jähriges Jubiläum auf dem Domplatz

Beeindruckende Arbeit

Bürgermeister Lutz Brockmann überreicht dem Regionalvorstand ein Jubiläumspräsent. - Fotos: Niemann

Verden - Der Johanniter-Ortsverband Verden hat sein 50-jähriges Jubiläum gefeiert. Auf dem Domplatz in Verden fanden eine Andacht und ein kleiner Festakt mit offizieller Übergabe und Segnung des neuen Krankenwagens durch Pastor Walter Weber statt. Dazu konnten Johanniter-Regionalvorstand Thorsten Renken und der Ortsbeauftragte Lars Gellner auch die Erste Kreisrätin Regina Tytra und Bürgermeister Lutz Brockmann begrüßen.

Die Johanniter hatten außerdem für Unterhaltung gesorgt: Es gab eine Fahrzeugausstellung, ein Sanitätszelt, eine Übung zur Herz-Lungen- Wiederbelebung, ein kleines Kinderprogramm, Essen aus der Feldküche und für die Gäste viel Gelegenheit, sich über die beeindruckende und wichtige Arbeit der Johanniter zu informieren.

Er sei dankbar, „dass der Ortsverband dieses Jubiläum feiern kann“, so Renken, der ausdrücklich die hervorragende Zusammenarbeit mit Stadt und Landkreis Verden lobte. Natürlich war der mit allerlei Aktionen und mit der Selbstdarstellung der Johanniter gespickte Jubiläumstag auch ein gegebener Anlass, einen Rückblick auf die Geschichte des Ortsverbands zu werfen, der im August 1966 gegründet wurde. 

„Ich schätze, wir waren maximal zehn Gründungsmitglieder“, so Volker Ziehm. Als einer „der Männer der ersten Stunde“ erinnerte er sich noch an etliche Details, nur wie der Vornahme der ersten Ortsbeauftragten lautete, das wusste auch er nicht mehr. „Es war ein Fräulein Meyer. Ihr Vorname hat nie eine Rolle gespielt.“ Ziehm reflektierte die bescheidenen Anfänge des Ortsverbandes als damals zweite Hilfsorganisation im Landkreis Verden.

So erzählte er von dem betagten VW-Transporter, den die Kreisbehörde den Johannitern im Jahr nach der Gründung überlassen hatte. „Es war ein alter Schlauchwagen, den die damals 19 Helfer zu einem vorschriftsmäßigen Krankenwagen ausgebaut haben. 

Lars Gellner (l.) und Zeitzeuge Volker Ziehm mit seinem 50 Jahre alten Mitgliedsausweis.

Damit hat die Helferschaft in den Anfangsjahren ihre Sanitätsdienste auf Veranstaltungen und den Rettungsdienst versehen und ich weiß noch, dass wir damit sogar zum Sommereinsatz auf die Insel Sylt gefahren sind.“ Ziehm und langjährige Johanniter wussten noch weitere Ereignisse aus den vergangenen Jahrzehnten zu berichten.

Sie erinnerten auch an einzelne Ortsbeauftragte, insbesondere an Ida Quadbeck, die den Ortsverband in den 70er-Jahren maßgeblich vorangebracht hatte. „Sie hatte sich vor allem im Bereich der Ausbildung engagiert und damals die Papiersammlungen eingeführt, durch die der Ortsverband seine finanzielle Lage maßgeblich verbessern konnte“, wusste etwa Wolf Hertz-Kleptow.

Zuvor hatten bereits alle Redner nicht die Vergangenheit, sondern die Gegenwart des Johanniter-Ortsverbands in den Fokus ihrer Wortbeiträge gestellt und vor allem die nachhaltige und unermüdliche Flüchtlingsarbeit der Johanniter gelobt. „Ohne ihre Unterstützung hätte die Kreisbehörde diese Aufgabe niemals so gut gemeistert“, sagte etwa Tryta, während Renken auf die hohe Belastung der Helfer verwiesen hat.

„Einzelne hat es an die Grenzen ihrer Belastbarkeit und sogar darüber hinaus gebracht.“ Und Lars Gellner, der bekanntermaßen kein Mann großer Worte ist, sagte sichtlich bewegt: „Ohne euch wäre alles nicht möglich gewesen. Ihr seid eine ganz tolle Truppe.“ - nie

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