FOS-Schüler malen Bilder zu drei verschiedenen Themen

Flure werden zur Kunstgalerie

Bild einer Schülerin, inspiriert von Claude Monet, Caspar David Friedrich und René Magritte.
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„Blutrot am Himmelssee“ nannte Ellen Hammernik ihr Bild, für das sich die Schülerin von den ganz unterschiedlichen Künstlern Claude Monet, Caspar David Friedrich und René Magritte inspirieren ließ.

Verden – Monatelang haben die Schüler der Fachoberschule (FOS) für Gestaltung an den BBS in Dauelsen unter Anleitung von Birgit Gerlach an Bildern zu drei verschiedenen Themen gearbeitet. Nun sind die Ergebnisse im Gebäude verteilt zu sehen, zumindest für diejenigen, die die BBS besuchen oder dort arbeiten.

Ausstellung mit Schüler-Werken

„Die Schule soll in der Weihnachtszeit etwas bunter gemacht werden“, sagt Stefan Frese, Schulleiter der BBS, über die Beweggründe, eine Ausstellung aus den Bildern der Schüler zu machen. Pandemiebedingt habe man sich dazu entschlossen, die Malereien im Gebäude verteilt auszustellen, damit es zu keinen größeren Ansammlungen an einer Stelle kommt, erklärt er.

Farben und Materialien freigestellt

Bei den drei vorgegebenen Themen, zu denen jeder der 28 beteiligten Schüler jeweils ein Bild erstellen sollte, handelt es sich zum einen um eine spontan-kreative Gestaltung, in experimenteller Weise. Farben und Materialien waren freigestellt, die Schüler sollten sich ausprobieren.

„Ins Auge springt die große Dynamik“

Ein Exemplar zu diesem Thema zeigt bunte und knallige Farben, mit wilden Pinselstrichen aufgetragen, Konkretes lässt sich nicht erkennen. „Ich habe mir das Bild schon öfter angesehen, und jedes Mal sehe ich was anderes. Es gibt so viele Arten, wie das Bild auf jemanden wirken kann“, findet Frese. Gerlach ergänzt: „Ins Auge springt natürlich die große Dynamik, die sich bei diesem Werk ausdrückt.“

Kunstgeschichtliche Aspekte als Grundlage

Das zweite Werk sollte kunstgeschichtliche Aspekte als Grundlage haben, je drei Kunstepochen sollten pro Bild integriert werden. „Da kamen beispielsweise Werke zustande, die kubistische, surrealistische und expressionistische Merkmale vereint haben“, erklärt Birgit Gerlach. Wichtig sei dabei gewesen, dass die Schüler sich über die jeweiligen Stil-Epochen informierten, um ein Bild zum Thema „Drei Stile“ zu kreieren.

Sichtweisen zum Fest der Besinnung

Passend zur Weihnachtszeit haben die Schüler unter dem Titel „Auf der Welt zu Hause“ ihre Sichtweisen zum Fest der Besinnung dargestellt. „Es wurde gezeigt, was Weihnachten für andere Kulturen und Religionen bedeuten kann“, so der Schulleiter. FOS-Schüler Oliver Lehmann beispielsweise hat zu diesem Thema ein Bild gemalt, mit dem er das Konsumverhalten zur Weihnachtszeit kritisiert. „Ich finde das Gemälde beim Betrachten beeindruckend, aber auch abstoßend zugleich. Die Völlerei wurde hier sehr ekelhaft dargestellt, das ist dem Schüler ganz gut gelungen“, lobt Gerlach.

Gefühl von Verlust und Einsamkeit

Franziska Buge nahm sich mit ihrem Bild „Last Christmas“ dem Gefühl von Verlust und Einsamkeit an, das manche Menschen ganz besonders während der Weihnachtszeit verspüren. Die Schülerin malte eine junge Frau, alleine unter dem Tannenbaum sitzend, in zusammengekrümmter Körperhaltung. Ihr zur Seite sitzen, nur durch Umrisse angedeutet, zwei unsichtbare Personen. „Menschen leben in unseren Erinnerungen weiter“, kommentierte sie ihr Bild. „Aber ob sie uns an gute oder schlechte Zeiten erinnern, liegt allein an uns.“

Schüler legen Schokolade oder Geld vor die Werke

Bei den Mitschülern komme die Ausstellung sehr gut an. „Einige legen manchmal Schokolade oder Geld vor den Darstellungen, um ihre Begeisterung auszudrücken. Das finde ich ganz toll, dass die Schüler sich gegenseitig so viel Wertschätzung entgegenbringen“, freut sich Gerlach.

Manchmal geht die Wertschätzung jedoch so weit, dass Bilder gestohlen werden. „Das ist hier schon mehrmals vorgekommen, und das ist natürlich eher unschön. Teilweise waren die Bilder nämlich auch als Weihnachtsgeschenke vorgesehen“, erzählt die Fachlehrerin. Eine Schülerin habe es aber als Kompliment angesehen, dass ihr Bild entwendet wurde.

Sowohl große Gemälde als auch kleinere Darstellungen lassen sich bei einem Gang durch das Schulgebäude erblicken. Laut Gerlach sei der Aufbau in Zusammenarbeit zwischen den Schülern und Lehrern entstanden, besonders viel Wert sei darauf gelegt worden, dass die Exponate auch farblich miteinander harmonieren.

Bilder nach Rücksprache käuflich zu erwerben

Wer möchte, der kann die Bilder der Ausstellung nach Rücksprache mit den Künstlern auch käuflich erwerben.  dab

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