BBS-Schüler befragen Pendler / Im Auftrag eines Ingenieursbüros und der Stadt

Ideen rund um den Verdener Bahnhof

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Mediengruppe Kreiszeitung

Verden - Am Verdener Bahnhof soll sich vieles verändern. Doch wie soll es werden? Eine Schülergruppe der Berufsbildenden Schulen (BBS) Verden stand gestern sehr früh auf und fragte nach.

Im Zuge der Pläne zur Umgestaltung des Bahnhofvorplatzes hat die Stadt Verden die Planungsgemeinschaft Verkehr (PGV) Hannover beauftragt, nach Lösungen zu suchen. Auf der Basis der Pendlerumfrage will die PGV nun ein Mobilitätskonzept entwickeln. Um den Bedarf der Pendler zu klären, wurden Reisende in Richtung Bremen, Hannover und Rotenburg interviewt.

Die PGV hatte sich zuvor an die BBS Verden gewandt und um Unterstützung gebeten. Ein großes Team war notwendig, damit möglichst viele Menschen befragt werden konnten. So halfen knapp 50 Schüler der elften Klasse des beruflichen Gymnasiums für Wirtschaft bei der Durchführung.

„Im ersten Halbjahr gibt es immer ein Methodentraining. Diese Umfrage hat also auch unterrichtliche Relevanz“, so Reinhard Witt, stellvertretender BBS-Schulleiter. „Die Schüler sind alle gerade erst zusammengekommen. Dieses Projekt bietet eine gute Möglichkeit, sich besser kennen zu lernen“, ergänzt Klassenlehrer Michael Graf. „Einmal mussten die Schüler den Fragebogen sogar gemeinsam ins Englische übersetzen. Solche Herausforderungen sind gut für das Gemeinschaftsgefühl.“ Die Befragung wird auch im kommenden Unterricht Thema sein. „Wir werden die gemachten Erfahrungen nochmal aufgreifen. Praktische Elemente sind sehr wichtig für die Schüler. Fragebögen behandeln wir sonst nur theoretisch“, so Graf.

Die Aktion begann bereits um 5.15 Uhr. Nach kurzen Startschwierigkeiten sei es den Schülern aber schnell gelungen, sich auf ihre Gesprächspartner einzustellen, so Witt. „Neben der Befragung müssen die Schüler auch die Einsteiger zählen. Dazu sind sie den einzelnen Türen der Züge zugeordnet“, erklärt Witt weiter.

Mit dem Fragebogen wurden beispielsweise Herkunftsort und Reiseziel der Pendler geklärt. Es ging aber auch um eine mögliche Fahrradstation und den generellen Abstellbedarf am Verdener Bahnhof. PGV-Praktikant Marvin Buhr schätzte die Anzahl der befragten Personen auf 500 bis 700. „Das ist eine gute Basis für repräsentative Schlüsse.“

ast

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