Stadt räumt auf der Fläche hinter den „Focke-Gebäuden“ auf

Bauzaun markiert die neue Grenze

Eine Fläche an der Straße Blumenwisch in Verden  ist von  Gestrüpp befreit worden. Im Hintergrund ist das Gebäude des Johannisstifts zu sehen, daneben die verfallenen „Focke Häuser“, die unter Denkmalsschutz stehen.
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Die Rückseite präsentiert sich inzwischen aufgeräumter. Der Betriebshof der Stadt hat Gestrüpp zurückgeschnitten und den Bauzaun Richtung Gebäude verschoben.

Verden – So ging es nicht weiter. Auf dem Grundstück an der Straße Blumenwisch zwischen Ritterstraße und Hinter der Mauer in Verden wucherte es nur so. Der Fußweg war durch Gestrüpp, vorwiegend Himbeerbüsche, das sich durch einen Bauzaun hindurchgeschlängelt hatte, stark eingeengt. Zwei Parkplätze an der Straße hinter der Mauer waren nur noch eingeschränkt nutzbar, denn auch hier hatte sich unerwünschtes Grün breitgemacht.

  • Hinter den sogenannten „Focke Häusern“ aufgeräumt
  • Eigentumsverhältnisse haben sich geändert
  • Stadt Verden wieder zuständig für ein Grundstück an der Blumenwisch

Jetzt ist dort von Mitarbeitern des städtischen Betriebshofes ordentlich aufgeräumt worden. Noch ist das Werk nicht vollendet, doch Gestrüpp, Brennnesseln und wilde Himbeerbüsche sind verschwunden und auch der Bauzaun ist zurückgedrängt worden.

Die kleine Parzelle im rückwärtigen Teil der unter Denkmalschutz stehenden Gebäude aus dem 16. und dem 19. Jahrhundert ist offensichtlich an die Stadt zurückgegangen. Andreas Schreiber, Kämmerer und allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters, hielt sich auf Anfrage bedeckt. Aber: „Auf einem Privatgrundstück dürften wir ja gar nicht aktiv werden.“ Dass es gerade jetzt passierte, ist wohl den massiven Beschwerden von Anwohnern zu verdanken. Die ärgerten sich über die Vereinnahmung öffentlicher Verkehrsflächen durch wucherndes Gestrüpp, aber auch über die Verwahrlosung in der Nachbarschaft. Andreas Schreiber spricht von einer positiven Entwicklung, die sich abzeichne, mehr wollte er zu diesem Zeitpunkt noch nicht sagen.

Denkmalgeschützte Gebäude an der Ritterstraße verfallen seit Jahren

Das Grundstück grenzt an die Gebäude Ritterstraße 2 und 4, die im Besitz der Verdener Unternehmerin Doris Focke sind und seit Jahren verfallen. Ursprünglich war hier geplant, Räume für Gastronomie entstehen zu lassen, dafür gab es im Jahr 2014 eine Baugenehmigung.

Die kleine Brachfläche, die direkt an die Wohnungen des Johannisstifts angrenzt, war im Jahr 2001 der Eigentümerin überlassen worden, um ihr eine wirtschaftliche Nutzung der Häuser zu ermöglichen. Der Kaufpreis von 72 000 Mark war gestundet worden und sollte erlassen werden, sobald die Sanierung erfolgt ist. Damals war die Stadt davon ausgegangen, dass die Sanierung der unter Denkmalschutz stehenden Gebäude zeitnah erfolgen würde.

Bauschild scheint an Bedeutung weiter verloren zu haben

Doch dazu kam es nicht. Im Gegenteil, die beiden Gebäude, ein Wohnhaus und ein Stallgebäude, verfielen immer mehr. Vor Jahren wurde das Dach abgetragen, weil es bei Herbststürmen drohte, einzubrechen. Der Bretterverschlag drumherum soll Passanten vor möglichen herabstürzenden Bauteilen schützen, ein Bauschild steht noch immer da, scheint aber an Bedeutung weiter verloren zu haben.

Dort, wo der Bauzaun jetzt steht, ist eine neue Grenze markiert worden. Die nun wieder frei zugängliche Fläche grenzt an ein Gebäude des Johannisheims, das hier mit einer Giebelseite ohne Fenster endet. Möglich, dass es einst Pläne gab, den Gebäudetrakt entlang der Straße Hinter der Mauer zu erweitern. Inzwischen hat das Johannisheim auf der anderen Straßenseite gebaut, um sein Angebot für betreutes Wohnen zu vergrößern.

Seitens der Stadt wird auf ein Parkverbot an dieser Stelle aufmerksam gemacht. Der Untergrund sei dermaßen uneben, dass Autofahrer davon absehen sollten.

Von Erika Wennhold

Bessere Zeiten: Das Bauschild zeigt die Gebäude, wie sie einst ausgesehen haben.

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