Handwerkskammer spricht Winter-Gesellen frei / Gute berufliche Perspektiven

Bausteine für die Zukunft

Zehn Jung-Gesellen und -Gesellinnen taten sich bei ihrer Prüfung besonders hervor und wurden dafür von den Vertretern der Handwerkskammer entsprechend geehrt. - Fotos: Röttjer

Verden - „Die Zukunft ist unsere Baustelle“ – dieses Jahresmotto der Imagekampagne des Handwerks stellte der Geschäftsführer des niedersächsischen Handwerkstages, Michael Koch, in den Vordergrund seiner Festansprache bei der Freisprechung der Winter-Gesellen am Freitagabend in Verden. Er vertrat den Präsidenten Karl-Heinz Bley, der sich wegen einer Privataudienz bei Papst Franzikus entschuldigt hatte.

„Sie haben sich für eine Ausbildung im Handwerk entschieden und damit eine wichtige persönliche Baustelle auf Ihrem Berufsweg eröffnet“, würdigte Koch den Entschluss der jungen Frauen und Männer zu ihrem Beruf. Mit viel Fleiß, Disziplin, handwerklichem Geschick sowie Zielstrebigkeit hätten sie ihre Ausbildung abgeschlossen. Mit ihrem Gesellenbrief ständen ihnen jetzt viele Türen offen, die in der Ausbildung erlernten Fähigkeiten und Kenntnisse auch anzuwenden,

Auf dieser „Baustelle“ hätten sie natürlich nicht allein gearbeitet, so Koch. Familienangehörige, Ausbilder, Berufsschullehrer und die Organisationen des Handwerks hätten, wie vielleicht auch der Kreis der Freunde, an diesem Erfolg mitgewirkt. Das sei ein Grund, den Tag der Freisprechung zu feiern. Denn spätestens mit diesem Datum seien sie zu einem wichtigen Teil der Wirtschaftsmacht nebenan, wie sich das Handwerk auch sehe, geworden, betonte Koch.

Die Perspektiven für gut ausgebildeten Nachwuchs im Handwerk seien selten so gut gewesen wie heute, stellte Koch fest, denn alle Umfragen bestätigten, dass Fachkräfte immer knapper würden. Die Aussicht, dass dieses Handwerk eine erfolgreiche Baustelle für die Zukunft sein werde, sei also brillant. Koch würdigte außerdem das duale Ausbildungssystem, das ein Qualitätssiegel und Aushängeschild des deutschen Bildungssystems sei. Der Gesellenbrief ermögliche dabei neben Vorbereitung auf den Meistertitel auch das Studium.

Die Freisprechung falle außerdem in die Zeit eines großen wirtschaftlichen Erfolges, erläuterte Koch. Noch nie habe es in Deutschland 43 Millionen erwerbstätige Menschen gegeben. Allein in Niedersachsen fänden 520 000 Menschen Arbeit und Erfüllung, das seien 90 000 mehr als noch vor sieben Jahren. Sie erarbeiteten in 83 000 Handwerksbetrieben in diesem Jahr etwa 50 Milliarden Euro Umsatz.

Verdens Bürgermeister Lutz Brockmann sprach von 2 000 neuen Jobs, die in Verden geschaffen worden seien, hier hätten Menschen vor Ort und in der Region Arbeit gefunden. Das Handwerk biete aber auch den Flüchtlingen eine Basis für eine berufliche Integration, die durch eine Integration in die Gesellschaft ergänzt werde.

Für die heutige Generation sei das eine große Chance, und Brockmann appellierte an die Jung-Gesellen, nicht den Hassparolen hinterher zu laufen und menschlich zu bleiben.

Anlässlich der Freisprechungsfeier im Niedersachsenhof wurde Till Putzas aus Zeven (Ausbildungsbetrieb Harald Hustedt, Oyten) für seine erfolgreiche Teilnahme beim praktischen Leistungswettbewerb der Handwerksjugend geehrt. Er wurde 1. Kammersieger bei den Malern und Lackierern, Fachrichtung Gestaltung und Instandhaltung. Seitens der Maler- und Lackierer-Innung Verden gratulierte Obermeister, Volker Meyer, und auch die Signal Iduna-Gruppe würdigte diesen Erfolg mit einem Präsent. Einen Glückwunsch sprach außerdem der Kreishandwerksmeister Fritz Suhr aus, der zuvor bei dieser Feierstunde noch zehn junge Menschen für besondere Leistungen bei der Gesellenprüfung des Handwerks auszeichnete. Fachverkäuferin Lebensmittelhandwerk/Bäckerei: Saskia Timpner, Blender (Baalk Backbord, Verden). Elektroniker/Energie und Gebäudetechnik: Daniel Mory, Verden (Elektro Bartels, Verden), Alexej Prange, Verden (Elektro Meinken, Langwedel), Jan-Peter Raddatz, Langwedel (Claus Homann, Verden), Yannik Wolters, Achim (Elektro Bach, Oyten). Anlagenmechaniker/Wärmetechnik: Soner Celikmakas und Maximilian Hinrichs, Ottersberg (Bahrenburg Haustechnik, Ottersberg). Kfz.-Mechatroniker/Nutzkraftwagen: Janis Grünhagen, Visselhövede (Ott Fahrzeugbau Verden), Kfz.-Mechatroniker/Motorrad: Sven Gellweiler, Walsrode (Schollys Motorrad, Kirchlinteln). Feinwerkmechaniker: Arkadius Tomaszczak, Verden (m-tec Verden). Die Feierstunde wurde umrahmt von der

Basement Jazzband des Domgymnasiums, die Anmerkungen junger Gesellen sprachen Sascha Neidt und Sebastian Ratke. - rö

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Diese 10 Dinge sollten Sie aus Ihrer Küche entfernen

Diese 10 Dinge sollten Sie aus Ihrer Küche entfernen

Kuriose Blitzer-Bilder: Die verrücktesten Radarfotos

Kuriose Blitzer-Bilder: Die verrücktesten Radarfotos

So funktioniert Virtual Fitness

So funktioniert Virtual Fitness

Geschichte und Zukunft des Wankelmotors

Geschichte und Zukunft des Wankelmotors

Meistgelesene Artikel

Der brennende Mönch: Domfestspiele feiern eine überzeugende Premiere

Der brennende Mönch: Domfestspiele feiern eine überzeugende Premiere

Der brennende Mönch zündet in Verden

Der brennende Mönch zündet in Verden

Vom Männerballet bis Lucky Luke: Kirchlinter Schützen feiern unkonventionell

Vom Männerballet bis Lucky Luke: Kirchlinter Schützen feiern unkonventionell

Vorsicht gegenüber der Weser-Robbe

Vorsicht gegenüber der Weser-Robbe

Kommentare