Panattoni baut Logistik-Zentrum

Baustart für Millionenprojekt am Finkenberg

Baubeginn der Halle 1 auf dem Gelände an der Max-Planck-Straße am Finkenberg. 63 Millionen Euro investiert Panattoni in das Projekt.
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Baubeginn der Halle 1 auf dem Gelände an der Max-Planck-Straße am Finkenberg. 63 Millionen Euro investiert Panattoni in das Projekt.

Es ist ein bisschen wie in einem Spargelbeet, nur alles viel größer. Auf dem Gelände an der Ecke Max-Planck-Straße/ Karoline-Herschel-Straße errichtet das Unternehmen Panattoni ein neues Logistik-Zentrum. Riesige Betonpfosten werden in die Erde gepflanzt.

Verden – Pfeiler um Pfeiler schwebt auf dem riesigen Gelände direkt an der Max-Planck-Straße im Gewerbegebiet am Finkenberg ein. Die tonnenschwere Last sicher am Haken, platziert der Autokran die Spargelstangen zielgenau. Im Abstand von circa fünf Metern senkt sich Pfosten nach Pfosten in die Erde. Überirdisch sollen sie das Dach einer 30 769 Quadratmeter großen Logistikhalle tragen. „Es ist die Halle 1, die wir auf der Ecke bauen“, erklärt Marketing-Managerin Antonia Jenssen. Sie sitzt im Hamburger Büro des weltweit operierenden Logistik-Unternehmens Panattoni. Die Managerin ist zugleich mit der Vermarktung der Fläche betraut, die zweifellos zum bislang größten Projekt im Gewerbegebiet Am Finkenberg zählt. Und die Vermarktung der Hallen ist bereits angelaufen, Lagerflächen ab 6 000 bis 60 000 Quadratmeter sind auf dem Markt, und zwar provisionsfrei, so die Ausschreibung. Corona hat die Wirtschaft voll im Griff, doch der Logistikriese ist optimistisch, die Hallen vollzukriegen. „Die Nachfrage ist da, wir machen uns keine Sorgen“, so das Signal von Jenssen.

Das Gelände ist circa zwölf Hektar groß. Darauf baut das Unternehmen insgesamt 66 233 Quadratmeter Logistikfläche. 63 Millionen Euro will der Bauherr nach eigenen Angaben in den „Panattoni Park Bremen Süd“ investieren.

Ein Pfeiler nach dem anderen wird in die Erde gesetzt.

Der Bau der größten Halle kommt zügig voran. „Wir sind da voll im Plan. Die Teile sind passgenau vorgefertigt und müssen nach Anlieferung vor Ort nur zusammengesetzt werden“, erklärt die Managerin. Aufwändiger dürften die Verkleidungen und der Innenausbau mit der für die Branche notwendigen Elektronik werden. So gehören zum Bau noch 2 650 Quadratmeter Mezzaninfläche, Halbgeschosse als Zwischenebenen sowie 1 224 Quadratmeter Bürofläche. „Läuft alles glatt, ist die Halle im Februar 2021 fertig“, sagt Jenssen.

Der Bedarf ist da, so die Marktanalyse des Branchenriesen, und daher setzt Panattoni neben Halle 1 noch ein weiteres Gebäude, nicht ganz so groß, aber immerhin noch 28 861 Quadratmeter Logistik- und 1 823 Quadratmeter Mezzaninfläche. Weitere 906 Quadratmeter werden als Bürofläche ausgebaut. 168 Stellplätze für Autos und 28 Lkw-Stellplätze zählen ebenfalls zur Infrastruktur auf dem circa zwölf Hektar großen Areal.

Das Panattoni-Unternehmen ist amerikanischen Ursprungs und bezeichnet sich selbst als „der führende Projektentwickler für Industrie- und Logistikimmobilien in Europa“. Panattoni ist Bauherr und zugleich Vermieter der Flächen. Wer in die auf zwei Hallen aufgeteilten Flächen ziehen wird, daran wird mit Hochdruck gearbeitet. „Es stehen sieben unabhängige Einheiten zur Verfügung“, erklärte auf Nachfrage Antonia Jenssen.

Dass Panattoni auf den attraktiven Standort Verden vertraut, belegt allein der Umstand, dass ohne Vorvermietung gebaut wird. Die Lage direkt an der Autobahnauffahrt A 27 sowie die schnelle Verbindung nach Bremen stimmen die Verantwortlichen optimistisch, dass die Rechnung aufgeht. Die Vorzüge des Standorts haben sich bereits mehrere international agierende Unternehmen wie Hello Fresh zunutze gemacht. Aber nicht nur in Verden, auch an weiteren Orten wird gebaut, darunter im Ruhrgebiet. „Dass wir diese Projekte unbeeinträchtigt durch die Covid-19-Pandemie umsetzen können, zeigt, wie flexibel und dynamisch wir aufgestellt sind, um unter den behördlichen Auflagen weiterhin gut agieren zu können“, erklärt Fred-Markus Bohne, Managing Partner von Panattoni Europe auf der Internet-Seite des Unternehmens.

Auch neue Arbeitsplätze bringt das Unternehmen nach Verden. Wie viele, das sei abhängig von den Mietern. „Es gibt fortschrittliche Logistikfirmen, die viel mit Robotern arbeiten. Klassische Zentren brauchen aber trotzdem immer Personal“, sagt Antonia Jenssen.

Wie eine Werbung für Verden liest sich die weitere Beurteilung des Unternehmens für den Standort. „Die Stadt befindet sich in dem Wirtschaftsdreieck Bremen, Hamburg, Hannover und bietet eine hohe Attraktivität für Lagerungs- und Umschlagsprozesse. Wir haben mit unseren Entwicklungen für Firmen wie die BLG, F.W. Neukirch und Noerpel bereits sehr gute Erfahrungen in dieser Region gemacht. Die Lage spricht für sich und wird für eine rasche Anmietung der Immobilie sorgen“, so Bohne.

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