Bauaufsicht und Denkmalschutz: Vakante Stelle im Rathaus wieder besetzt

„Das hat nicht jede Stadt“

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Bürgermeister Lutz Brockmann und Fachbereichsleiterin Birgit Koröde freuen sich darüber, dass dem neuen Leiter Bauaufsicht und Denkmalschutz, Florian Fedderke (Mitte), Verden auf Anhieb gefallen hat.

Verden - Von Erika Wennhold. Das Verdener Rathaus hat Verstärkung bekommen. Florian Fedderke ist seit dem 15. November der neue Leiter Bauaufsicht und Denkmalschutz. Da wurde es langsam Zeit, ihn der Öffentlichkeit vorzustellen. Immerhin landen zahlreiche private Bauanträge auf seinem Schreibtisch und der Neue muss immer dann gefragt werden, wenn Hand an historische Gebäude gelegt wird.

„Und das passiert in Verden ja wohl nicht gerade selten,“ schätzt Fedderke angesichts der historischen Altstadt ein. Die ist für ihn letztendlich auch ausschlaggebend gewesen, als er sich für einen neuen Arbeitsplatz entscheiden musste: „Der Dom, die Fußgängerzone und die Aller haben mich sofort angesprochen – das hat nicht jede Stadt.“

Vielleicht war es später auch noch der Arbeitsplatz selbst. Denn das Büro des 36-jährigen Denkmalschützers befindet sich in einem historischen Fachwerkhaus an der Ritterstraße. Und nicht zuletzt wird auch der Rest der Familie ein gewichtiges Wörtchen mitzureden gehabt haben.

Als dies zur Sprache kommt, kann sich Bürgermeister Lutz Brockmann ein breites Grinsen nicht verkneifen: „Wir sind nun mal eine familienfreundliche Stadt mit attraktiven Kita- und Krippenplätzen.“

Es gibt einen Grund dafür, dass man punkten muss, um einen Mitarbeiter wie Florian Fedderke für sich zu gewinnen. Brockmann: „Weil diese Ausbildung nur in den Ländern und nicht auf kommunaler Ebene möglich ist, gibt es wenige Bewerber um die sich viele bemühen.“

In Verden hat es ein halbes Jahr gedauert, bis die vakante Stelle im Fachbereich 3 „Stadtentwicklung“ wieder besetzt werden konnte. Der Ausbildungsweg war entscheidend und die Bewerbung wohl sehr überzeugend. Das hört man heraus, wenn Fachbereichsleiterin Birgit Koröde den Aufgabenbereich ihres neuen Kollegen mit einer sehr zuversichtlichen Miene umreißt.

Florian Fedderke hat in Wismar und Kassel Architektur studiert. Seinen Beruf übte er fünfeinhalb Jahre lang in Kopenhagen, Bremen und Frankfurt aus. Dann kam der Entschluss, sich für Aufgaben in der Verwaltung fit machen zu lassen. Es folgte ein zweijähriges Referendariat in Hessen, das Fedderke mit der großen Staatsprüfung im vergangenen Jahr abschloss. Dieser Abschluss ist Voraussetzung für den höheren technischen Verwaltungsdienst.

In Verden freut sich der Neue im Rathaus schon auf die Umgestaltung des Nordertors, die mit dem Abriss des alten Kaufhallengebäudes frühestes 2018 eingeleitet werden kann. In Bezug auf den Denkmalsschutz vertritt er die Ansicht, „dass immer nach Lösungen gesucht werden muss.“

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