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Hans-Maaß-Weg: Barrierefrei, aber mit Steilwänden

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Von: Wiebke Bruns

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Ein Weg mit Gefälle, an der Kante mit Absperrbaken gesichert.
Der Hans-Maaß-Weg (Bild rechts) ist jetzt barrierefrei. Anwohner wundern sich allerdings über die neue Geländehöhe (Bild links). © Bruns

Eigentlich sollten die Umbauarbeiten am Hans-Maaß-Weg abgeschlossen sein. Doch noch immer sind die Absperrungen am Rande des Weges nicht abgebaut. Hier soll zur Sicherheit noch ein Gitter montiert werden, denn das Höhenniveau ist enorm und war so nicht erwartet worden.

Verden – „Wenn sich keine Schwierigkeiten ergeben, sollte er in zwei bis drei Wochen fertig sein“, so hieß es bei der Stadt Verden zu Beginn der Umbauarbeiten am Hans-Maaß-Weg im Bereich des Meldauer Berges. Das war Mitte April. Gestern, rund zwei Monate später, sollte der Fuß- und Radweg zwischen den Straßen Borsteler Weg und Am Meldauer Berg wieder freigegeben werden. Barrierefreiheit haben nun zwar die Passanten, aber nicht mehr die mit ihren Reihenhausgärten angrenzenden Anwohner.

Die Winkelstützen zum Abfangen des Höhenunterschiedes seien „plötzlich keine Lagerware“ mehr gewesen, erklärte auf Nachfrage Ralf Luersen aus dem Fachbereich 5 der Stadt Verden. Es hat aber nicht nur länger gedauert, sondern ist auch teurer geworden als geplant. „Ein wenig“ seien die Kosten gestiegen, sagte er und bezifferte diese mit rund 40 000 Euro statt 35 000 Euro. Bei Bekanntgabe der Pläne im vergangenen Jahr, waren dieser Zeitung, wie berichtet, noch Kosten im vierstelligen Bereich genannt worden.

Bereits im Herbst seien die Anwohner angeschrieben worden, dass es einen Höhenausgleich zu deren Grundstücken geben werde. Die Stadt werde diesen ausgleichen. Wie viel höher der Weg am Ende ist, war scheinbar eine Überraschung. Wie er da künftig seine schwere Altpapiertonne hoch bekommen soll, rätselte ein ungläubig dreinblickender Anwohner.

Vor Beginn der Arbeiten war das Höhenniveau der Treppe im Bereich Am Meldauer Berg auf einer Höhe mit der daneben liegenden Zufahrt. Für ein langgezogenes Gefälle musste viel Boden aufgebracht werden. Soviel, dass man danach teilweise über die Sichtschutzzäune in die angrenzenden Gärten blicken konnte.

Den Graben zwischen Winkelstützen und Grundstücksgrenze erklärte Luersen damit, dass die Winkelstützen mit Abstand zu den Grundstücksgrenzen gesetzt werden mussten, damit man mit der Befestigung auf öffentlichen Grund bleibt.

Was nun noch fehlt, ist das bei der Höhe unverzichtbare Geländer. Lange wurde bei der Stadt überlegt, ob aus Sicherheitsgründen eine Sperrung bis zur Fertigstellung und Montage des Geländers erforderlich ist. „Wir haben uns durchgerungen, den Weg am Montag wieder zu öffnen“, sagte Luersen. Wäre theoretisch schon eine Woche zuvor möglich gewesen. Dafür habe man noch das Ende der Domweih abwarten wollen, erklärte er. Bis gestern Mittag war der Weg noch gesperrt.

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