Balladen- und Hymnenkonzert im Verdener Dom / Voll besetztes Gotteshaus

Chor singt mit dem Herzen

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Chorleiter Gerd Voß im Duett mit Pam Koppe.

Verden - Gospel mit Gänsehauteffekt gab es am Sonntag im Verdener Dom. Unter dem Titel „You raise me up“ hatten der Verdener Gospelchor und Band zu einem Balladen- und Hymnenkonzert eingeladen. „Balladen kann man nur mit dem Herzen singen, der Dom ist wie geschaffen für diese Art Musik“, sagte Chorleiter Gerd Voß zu Beginn.

Es war das erste Mal, dass der Gospelchor ein Konzert im Dom gab. Es zeigte sich, dass die Sänger genug Anziehungskraft besaßen, um auch diese große Kirche zu füllen. Das Gotteshaus war nahezu voll besetzt.

In die richtige Stimmung für das Konzert kamen die Gäste schon beim Weg durch den Kreuzgang. Windlichter in bunten Papiertüten wiesen den Weg zu der Veranstaltung. Auch der Beginn des Abends ging sofort unter die Haut. Von der Nordempore erklang „Gabriel‘s Oboe“ mit Nick Mahnke am Sopransaxophon und Gerd Voß an der Orgel. Begleitet von der Band, sang der Chor anschließend erst das bekannte „Agnus Dei“ und danach das vertonte Gebet „The Deer‘s Cry“ (Solo Frauke Liening).

Ein echter Höhepunkt war dann das von Voß als eine Mischung aus Klassik und Gospel arrangierte „You‘re my all in all“ von Dennis Jernigan.

Stimmen erheben sich zum Lobgesang

Die Solistinnen Tina Rex und Pam Koppe überzeugten mit starken Stimmen. Einen ganz besonders intensiven Charakter bekam das Stück durch das Cellospiel von Nicolas Drewerhoff. Es folgten die bekannten Gospelhymnen „Praise the Lord“ und „Hallelujah, Salvation and Glory“.

Nicht ganz so getragen ging es weiter. Bei „Glorious Freedom“ kam so mancher in Versuchung, im Walzertakt mitzuschunkeln.

Wenn gegospelt wird, ist immer auch Mitsingen angesagt. Selbst bei diesem ruhigen Konzertabend war das nicht anders. Bei „God has smiled on me“ und „Amazing Grace“ konnten alle ihre Stimmen zum Lobgesang Gottes erheben.

Immer wieder waren es die Solistinnen, übrigens alles Laiensängerinnen, die den Liedern mit ihren Stimmen ihre eigene Note gaben, so auch Nicole Röhrs bei „Mighty to save“.

Beim U2-Klassiker „I still haven‘t found what I‘m looking for“, zeigte Gerd Voß im Duett mit Pam Koppe, dass auch seine Stimme sich durchaus hören lassen kann. Voß wurde nicht müde, seinen engagierten Chor immer wieder zu Höchstleistungen anzutreiben. „There‘s non like you“ (Solo Maike Wolter, Tina Rex), das australisch angehauchte „Come to Jesus“ und „What the Lord has done to me“ (Solo Frauke Liening und Brigitte Richert) begeisterten das Publikum. Das von der bedingungslosen Hingabe zu Gott erzählende „My Life, my Love, my All“, bekam durch das Saxophonspiel von Nick Mahnke eine ganz besondere Tiefe. Bei allen Songs wurde deutlich, dass dieser Chor wirklich mit dem Herzen singt.

Mit dem Titellied des Abends, der strahlenden Gospelhymne „You raise me up“ (Solo Tanja Brockmann, Frauke Liening), ging das Konzert nach fast zwei Stunden langsam zu Ende.

Traditionell wurde das Publikum mit der tröstlichen Botschaft „Hab keine Angst und fürchte dich nicht“, nach Hause entlassen. Singend, mit Kerzen in der Hand, zog der Chor schließlich aus der Kirche aus und bildete auf dem Lugenstein ein Spalier für die Gäste.

ahk

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