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Spielpunkte am Stadtwald Verden: Balance halten im Seilgarten

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Von: Markus Wienken

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Zwei Männer, Cornelies De Jong und Thorsten Hoins vom Betriebshof, beim Aufbau des Spielepunkts am Stadtwald Verden.
Pilz für Pilz an den Regenbeckenweg gesetzt: Cornelies De Jong und Thorsten Hoins vom Betriebshof beim Aufbau des Spielepunkts. © Markus Wienken

Stabile Fundamente, blaue Steelen, zwischen denen sich bunte Seile spannen, eine Liege oder doch mehr eine Wippe? und vier Fliegenpilze gibt es auch...am Stadtwald kann man sich fit halten - und ausruhen....

Verden – Wer demnächst mit Kind oder Kindern durch den Regenbeckenweg zum Stadtwald oder entgegengesetzt in Richtung Brunnenweg geht, sollte Zeit mitbringen und sich auf einen längeren Spaziergang einstellen. Aber was heißt hier Kinder, auch Jugendliche und sogar Erwachsene können sich an dem, was dort an Geräten aufgebaut wird, versuchen. „Fünf Spielpunkte werden in unregelmäßigen Abständen an die circa 200 Meter lange Strecke gesetzt“, erklärt Lars Becherer vom Fachbereich Straßen und Stadtgrün.

Stadtwald Verden: Fünf Spielpunkte für 30.000 Euro

Thorsten Hoins und Cornelies De Jong arbeiten systematisch an der Umsetzung des kleinen „Fitness-Parcours“. Im Eingangsbereich, in Sichtweite des Brunnenwegs, stehen die Mitarbeiter des Bauhofes vor vier ausgehobenen Schächten. Erst Beton und dann kommen nacheinander vier Pilze in die Erde. „In der Höhe variieren die Elemente geringfügig“, so Becherer. „Ideal zum Bockspringen geeignet.“ Aber nicht nur das. Die überdimensionierten Fliegenpilze, eben knallrot und mit weißen Punkten, dürften zu einem Blickfang werden. Vom Brunnenweg aus gut zu sehen, sollen sie das junge, aber auch ältere Publikum an den Weg locken. „Als kleiner Halbkreis angeordnet, kann man auf den Pilzen auch sitzen und ein kleines Pläuschen halten“, empfiehlt Becherer.

Blick von der Wippe auf die noch eingesperrte Giraffe.
Blick von der Wippe auf die noch eingesperrte Giraffe. © Markus Wienken

Am Stadtwald Verden steht eine Giraffe - noch hinter Gittern

Weiter geht’s entlang des Weges, in Richtung Stadtwald. Ein Bodentrampolin macht müde Beine wieder munter. Ein Muss für Kinder. Wer es ruhiger mag, kann es sich nebenan auf einer Wippliege bequem machen. Aber auch das Instrument hat es durchaus in sich, sorgt zu zweit, mit dem richtigen Timing und im Stehen für ordentlich Bewegung. Über all dem ragt am Wegesrand ein Modell, der Silhouette einer Giraffe nachempfunden. „Das Modell ist noch in Arbeit, wird um eine Besonderheit ergänzt, die für ordentlich Schwung sorgt“, verrät Becherer. Am Ende des Weges ragen fünf blaue Stelen meterhoch in den gleichfarbigen Himmel und lassen in der Ferne den Spaziergänger zunächst ein wenig rätseln. Kunst am Stadtwald? Lars Becherer klärt auf: „Die Seile zwischen den Pfosten machen daraus einen Seilgarten.“ Allerdings soll es dort nicht unbedingt blühen, sondern Groß und Klein dürfen sich – auch im Wettbewerb – darum bemühen, die Strecke auf den Seilen zwischen den Stelen fehlerfrei und ohne abzusetzen zu balancieren. Und auch da gilt: Wer nicht in die Rolle der Turner schlüpfen will, der kann sich ins Gras setzen und einfach nur den Blick in die Natur rund um das Regenrückhaltebecken genießen.

Schon freigegeben und eine Herausforderung: Im Seilgarten darf balanciert werden.
Schon freigegeben und eine Herausforderung: Im Seilgarten darf balanciert werden. © Markus Wienken

Ehe der Weg an die Geräte frei wird, gibt’s einen Probedurchlauf vom TÜV. Sind die Fundamente der Bauwerke durchgehärtet, Absperrungen und Zäune weg, heißt es freie Bahn.

Weitere Projekte in der Stad tVerden und den Ortsschaften

Die Rechnung für die fünf Spielpunkte zahlt die Stadt Verden. Circa 30. 000 Euro sind dafür im Haushalt angesetzt. Das Projekt steht auf der Liste des sogenannten städtischen Spielplatzrahmenplans. „Für den Bereich Niedersachsenring, Brunnenweg und Lönsweg gibt’s bei den Angeboten ein wenig Nachholbedarf“, erklärt Becherer. Und er verspricht: „Es ist nicht das einzige Projekt, das wir in den kommenden Wochen in der Stadt und den Ortschaften auf dem Zettel haben.“

Von Markus Wienken

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