Grundstückskäufe notwendig

Bahn muss was abgeben - Radschnellroute vom Bahnhof zu den BBS in Planung

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Radweg-Diskussion am Tunnel zum Stadtwald (v.l.): Ortsbürgermeister Gerard-Otto Dyck, Bürgermeister Lutz Brockmann, Ortsbürgermisterin Jutta Sodys und Abteilungsleiterin Stephanie Weber.

Verden - Von Volkmar Koy. Es ist ein lang gehegter Wunsch. Aber die Erfüllung von Wünschen kann mitunter eine gewisse Zeit in Anspruch nehmen. Das gilt im Bereich der Stadt Verden auch für die Umsetzung des Radverkehrsförderkonzeptes.

Wie das jüngste Beispiel aus der gemeinsamen Sitzung der Ortsräte Scharnhorst und Dauelsen zeigt, wollen alle der Beschlussvorlage für eine Radroute vom Verdener Bahnhof bis zu den Berufsbildenden Schulen in Dauelsen folgen. Wann das „Jahrhundertwerk“ indes den Zweirad-Anhängern komplett zur Verfügung steht, lässt sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht absehen.

Anlass für Bürgermeister Lutz Brockmann sowie die Ortsbürgermeister Jutta Sodys (Dauelsen) und Gerard-Otto Dyck (Scharnhorst) gestern Mittag bei eisiger Kälte die Presse über das Projekt vor Ort zu informieren. Treffpunkt war der mittlerweile abgängige Tunnel in Höhe des ehemaligen Parkhotels Grüner Jäger. Das Bauwerk unter der Bahntrasse markiert in gewisser Weise auch den Wendepunkt der geplanten Radroute. Auf der anderen Seite, am Schwarzen Weg des Stadtwalds bis zum Stuhkamp, könnte der Radweg laut Jutta Sodys ohne große Investitionen schon jetzt umgesetzt werden. Diesseits der Bahn, von der Ludwigstraße bis zum besagten Tunnel, wird es auf einer Länge von 1,5 Kilometern schon schwieriger. Hier ist die Bahn gefordert, etwas von ihrem Areal an die Stadt zu verkaufen. Da der Radschnellweg in einer Breite von sieben Metern mit einem angedockten Gehweg von 2,50 Meter Breite noch Zukunftsmusik ist, gehe die Stadt von einer Zeitschiene von zehn bis 20 Jahren aus, so Brockmann.

Für Schnellwege gelten auch andere Grundvoraussetzungen, sagte Abteilungsleiterin Stephanie Weber von der Verwaltung. Da seien schon 2 000 Radfahrer täglich notwendig. Zählungen der Stadt hätten ergeben, dass derzeit rund 1 000 Radler entlang der Bundesstraße in Richtung Berufsschule fahren. Über die Kosten könne noch nichts gesagt werden. Laut Brockmann gebe es dafür auf Landesebene aber Fördertöpfe.

Das Bahnbauprojekt Alpha-E sowie der im Bau befindliche Brückenschlag über die Aller von Wahnebergen zum Bahnhof Verden sollte der Radroute quer durch Verden einen weiteren Schub geben. Weiter wird nun der Ausschuss für Straßen und Stadtgrün über den Verlauf der Radroute am 6. Februar informiert, ehe der Stadtrat am 5. März dazu das letzte Wort haben wird, um das Konzept zu verabschieden.

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