Kosten von 480.000 Euro

Brücke am Thingplatz in Dauelsen: Bald soll der Verkehr wieder rollen

Auf der Brücke schützt eine Glaswand Radfahrer und Fußgänger vor der Hochspannung. Die maroden Betonplatten sind komplett abgerissen worden.
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Auf der Brücke schützt eine Glaswand Radfahrer und Fußgänger vor der Hochspannung. Die maroden Betonplatten sind komplett abgerissen worden.

Die meterhohe Glaswand steht, blitzblank geputzt, das Geländer nagelneu, gestrichen und stabil, die Züge können unter der Brücke am Thingplatz in Dauelsen wieder unbedenklich und sicher durch. Unter der Brücke läuft’s also, allerdings auf der Brücke ruht der Verkehr.

Verden - An der Fahrbahn der Brücke am Thingplatz wird noch gearbeitet. „Es dürfte sich um ein paar Tage verzögern“, erklärt Stephanie Weber vom Fachbereich Straßen und Stadtgrün. Ab 17. September, so der Plan, ist alles komplett.

Eigentlich, so die Vorstellung von Fachbereich und beteiligten Ingenieuren, sollte nicht nur unter, sondern auch oben wieder Verkehr herrschen, Autos, Radfahrer und Fußgänger in beiden Richtungen die für Dauelsen wichtige Verbindung nutzen können. Mittlerweile seit zwei Monaten ist das Bauwerk dicht, geht in beiden Richtungen gar nichts. Der Asphalt auf der Brücke ist zwar eingebaut, doch die sauberen Übergänge von neuer zu alter Fahrbahn fehlen. Absperrungen, Steine und Bauschutt sorgen zudem dafür, dass sich niemand über das Bauwerk wagen dürfte, zumal es nicht erlaubt ist. Darauf weisen nach wie vor die Beschilderungen eingangs der Achimer Straße und Sperrungen im weiteren Verlauf in Richtung Brücke hin.

Baustelle auf der Brücke: Noch ist die Fahrbahn nicht ganz komplett

Die Arbeiten an dem Bauwerk gestalteten sich in vergangenen Wochen aufwendig. Unter den Rad- und Fußwegen zu beiden Seiten, den sogenannten Kappen, waren tragende Teile des Bauwerks komplett weggerostet. Die Eisenträger hielten an der Brücke hängende Betonplatten, die auf die Gleise zu fallen drohten. Alles musste runter und komplett ersetzt werden. Statt der Platten schützt nun eine circa zwei Meter hohe und zehn Meter lange Wand aus Sicherheitsglas Fußgänger und Radfahrer vor der Hochspannungsleitung der Bahn. Das Glas  bietet zudem freie Sicht in beiden Richtungen. Links und rechts der Wand führen jeweils massive Geländer aus Stahl zu den Brückenköpfen.

Komplett im Schredder landete die alte Fahrbahn auf der Brücke. Was unter dem Asphalt lag, wurde ebenfalls auf Rost und Risse untersucht und ausgetauscht. Auch das war nur in engen Absprachen mit der Bahn möglich. „Wir brauchten dazu immer wieder Sperrphasen der Bahnstrecke. Das macht es nicht einfacher“, so Weber.

Brücke in Dauelsen: Da bestand dringender Handlungsbedarf

Die Brücke und deren Zustand, so hatte die Planerin vorab schon mehrfach angemahnt, hätten ihr schon einige schlaflose Nächte bereitet. Eine Alternative zur Sanierung und den damit verbunden Sperrungen, das hätten die Arbeiten der vergangenen Wochen deutlich gemacht, habe es denn auch nicht gegeben. „Da bestand dringender Handlungsbedarf.“ Nicht ohne Grund, zumal an vergleichbaren Bauwerken, unter anderem in Nordrhein-Westfalen, Betonteile abbrachen und auf den Gleisen landeten.

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Die Kosten der Sanierung belaufen sich nach ursprünglichen Schätzungen auf circa 480.000 Euro. Zahlen muss dafür die Stadt Verden. Die Bahn hat sich schon vor Jahren von ihren Bauwerken und deren Sanierung verabschiedet. Bleibt es bei den kalkulierten Kosten? Stephanie Weber ist vorsichtig optimistisch: „Eine Schlussrechnung liegt zwar noch nicht vor, aber Stand jetzt gehen wir bislang davon aus, dass es bei dem Betrag bleibt.“

Mit der nach wie vor geltenden Sperrung müssen Anwohner nach wie vor Umwege in Kauf nehmen. Weder aus Richtung Achimer Straße noch von der anderen Seite, aus dem Sachsenhain, können Autos, Fahrräder oder Fußgänger den Bereich passieren. Eine Ausweichstrecke über den Tunnel Knippsande beziehungsweise den Mühlenweg ist ausgeschildert. Da allerdings größere Fahrzeuge weder Tunnel noch Mühlenwegsbrücke passieren können, werden sie, wenn höher als drei Meter und schwerer als 3,5 Tonnen, über die Eisseler Straße und den von dort abzweigenden Wirtschaftsweg umgeleitet. Das gilt aber nur für diese Fahrzeuge, für alle anderen nicht. Um Begegnungsverkehr zu vermeiden, soll von Eissel aus auf dem Wirtschaftsweg In der Marsch Richtung Dauelsen, von Dauelsen aus Richtung Eissel auf dem Weg Große Kuhweide gefahren werden, teilt die Verwaltung mit.

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