Führungswechsel bei der AVS: Genent für Albers

Verden: Stadion soll zum Leistungszentrum ausgebaut werden

Sechs Leute im Stadion
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Führungswechsel bei der AVS: Hans-Joachim Albers (3.v.r., hier mit Ehefrau Christa, 3.v.l) wurde als AVS-Sprecher verabschiedet, Christine Hestermann (2.v.r.) trat ebenfalls ins zweite Glied. Rüdiger Nullmeyer (l.) und Holger Dupree (2.v.l.) wurden genauso wiedergewählt wie Iris Osterkamp (r.).

Verden – Die Arbeitsgemeinschaft Verdener Sportvereine (AVS) geht mit neuer Führungsmannschaft ins nächste Jahr. Verabschiedet wurde auf der ersten Hauptversammlung nach der Corona-Pause am Donnerstagabend im Stadion der langjährige erste Sprecher Hans-Joachim Albers. Zum neuen Oberhaupt der Dachorganisation aller Sportvereine der Stadt wählten die Vereinsdelegierten einstimmig Jürgen Genent vom Wassersportverein.

Auch die dritte Sprecherin Christine Hestermann tritt ins zweite Glied, an ihre Stelle wurde Holger Badenhoop von der Handballspielgemeinschaft Verden in den Vorstand berufen. Genent-Stellvertreter Holger Duprée, Schatzmeister Rüdiger Nullmeyer und Schriftführerin Iris Osterkamp wurden einstimmig in ihren Ämtern bestätigt.

Neuer Steuermann: Jürgen Genent (l.) wurde zum Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Verdener Sportvereine gewählt.

Gleichzeitig erneuerte die AVS ihre Pläne für Hallenneubauten. Erweiterungen des Angebots seien dringend notwendig angesichts der Kapazitätsengpässe, die in den vergangenen Jahren immer mehr zu Tage traten, wie Duprée betonte. An erster Stelle stehe die Halle an der Lönsschule. Kein ganz einfaches Vorhaben, wie Bürgermeister Lutz Brockmann erläuterte. Hier komme nicht nur der Schulsport zu seinem Recht, hier seien zusätzlich einige Besonderheiten für den Vereinssport zu integrieren. Ein Jahr, so das Stadtoberhaupt, dauere es noch, ehe das Konzept aufgestellt und der Startschuss zum Bau gegeben werden könne. Der AVS-Vizesprecher deutete zudem an, auch die Halle Lüneburger Weg, eine ausschließlich von Sportvereinen zu nutzende Sportstätte, sei noch nicht außer Sichtweite geraten. Langfristig werde darüber hinaus an einem Ausbau des Stadions inklusive seiner Umgebung zur Sportstätte für Großveranstaltungen gefeilt.

Ganz aktuell indes die Stärkung des Spitzensports der Stadt. Nachdem in den vergangenen Jahren im Rahmen der Aktion „2Be a Champ“ jeweils 5000 Euro an die Leistungsträger der Vereine zu deren Teilnahme an überregionalen Meisterschaften ausgeschüttet werden konnten, zeichnet sich jetzt eine Steigerung ab. Andreas Höttler, Geschäftsführer bei der Firma Matthäi, kündigte an, das Bauunternehmen habe sich entschlossen, die Talentförderung noch mindestens fünf Jahre fortzusetzen und sie gleichzeitig auf 7500 Euro pro Jahr zu erhöhen.

Hohe Ehrung: Hans-Jürgen Deutscher bekam aus den Händen von Gunda Schmidtke den Ernst-Bertram-Gedächtsnispokal überreicht.

Eine Würdigung zurückliegenden Engagements ist alljährlich die Verleihung des Ernst-Bertram-Gedächtnispokals, der seit 48 Jahren vergeben wird. Ratsvorsitzende Gunda Schmidtke überreichte den von der SPD gestifteten Preis an Hans-Jürgen Deutscher vom TVW Rieda, sie zeichnete damit ein mehr als 60 Jahre währendes Engagement aus, das ursprünglich mit Handball begonnen hatte, seinerzeit noch mit Feldhandball, und das längst auf sämtliche Vereinsebenen ausgedehnt ist. Hans-Jürgen Deutscher machte und macht sich verdient um die Sporthalle, um die Vereinsanlagen, um die vielen kleinen und großen Aufgaben bis hin zur Altpapiersammlung.

Besonderen Raum nahm die Verabschiedung des ersten Sprechers Hans-Joachim Albers ein. Zehn Jahre hatte der ehemalige Bundeswehrsoldat die Geschicke der AVS geleitet. Dessen Stellvertreter Holger Duprée nannte die Sanierung der Aller-Weser-Halle, die auch dank Albers‘ Initiative „nicht zur Schwimmhalle geworden ist“, und die Umstrukturierung des Rennbahngeländes als bleibende Zeichen der Amtszeit. Auch Brockmann schlug in diese Kerbe. „Es waren viele Gespräche rund um das Stadion notwendig, aber es ist gelungen. Hier der grüne Rasen, dort der Rennsport, mittendrin die Leichtathletik – dass hier alle gemeinsam untergekommen sind, gleicht einem Wunder.“ Auch ihm, Albers, gemeinsam mit Ehefrau Christa zur Verabschiedung erschienen, auch ihm seien die Verhandlungen um das Stadion und die umliegenden Anlagen in nachhaltiger Erinnerung. „Schön, dass hier ein Kompromiss gefunden wurde, der keinen als Verlierer zurück lässt. Jeder kann damit leben.“ Albers ist der vierte AVS-Vorsitzende, dessen Name nach Wilhelm Thomsen, Ernst-Leo Nießen und Kay Müffelmann auf dem Schiffssteuer verewigt ist.

Neuerungen in doppelter Hinsicht erwarten die Verdener Sportler beim schwierigen Thema Hallennutzung. Einerseits übernimmt die langjährige Organisatorin der Hallenzeiten, die dritte AVS-Sprecherin Christine Hestermann neue Aufgaben, sie ist zur Vizepräsidentin des Niedersächsischen Sportschützenverbandes gewählt worden, andererseits werde man den digitalen Weg beschreiten. Sowohl Bastian Ehlers aus dem Rathaus als auch Hestermann-Nachfolger Holger Badenhoop wiesen bereits auf die Neuerungen hin. Innerhalb des nächsten Jahres solle die Online-Buchung von Hallenzeiten eingeführt sein.

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