Verschiedene Siedlungsstrukturen in der Stadt von Interesse

„Jedes Gebiet hat seinen eigenen Charme“

Julia Peter, Gesa Degner, Lea Meches, Lennard Meisterjahn und Maja Mischke haben sich eingehend mit den Siedlungsstrukturen in Verden beschäftigt. - Foto: Haubrock

Verden - Nicht nur die Verdener Altstadt mit dem Dom und den historischen Gebäuden sind bauhistorisch von Interesse, sondern auch verschiedene Siedlungsstrukturen in der Stadt. Im Rahmen des Projekts Baugeschichte in Verden haben sich Schülerinnen und Schüler einer Klasse 10 der Realschule gemeinsam mit ihrer Kunstlehrerin Ursula Fisser-Blömer mit verschiedenen Siedlungsformen beschäftigt. Mit Fotos, Skizzen und Modellen haben sie die unterschiedlichen Haus- und Siedlungsformen, einschließlich interessanter Bau-Details, dokumentiert. Die Ergebnisse sind nun in einer Ausstellung in der Pausenhalle der Realschule zu sehen.

Untersucht wurden die Offiziersgebäude im Bereich der Bornemacherstraße, die ehemaligen Gebäude der Zigarrenmacher in der Katharinenstraße, die Bauhaus-Gebäude im Lindenquartier, die Beamtenhäuser in der Bürgermeister-Münchmeyer-Straße und die Wohnhäuser im Bereich der Schillerstraße und Anna-Wöpse-Straße.

„Bei diesem Projekt ging es darum, dass die Schüler den architektonischen Wert dieser Siedlungen erkennen“, erklärt Projektpate Heinrich Wessel. Der Architekt und ehemalige Fachlehrer an den BBS Dauelsen möchte verhindern, dass die Einheitlichkeit der Siedlungen durch energetische Sanierungen zerstört wird. Die Schüler haben sich eingehend mit den Häusern beschäftigt und mit viel Liebe zum Detail anschließend Modelle gebaut, Ölzeichnungen und Linolschnitte angefertigt. „Jedes Gebiet hat seinen eigenen Charme“, weiß der Architekt. Ein sehr schönes Wohngebiet sei zum Beispiel der Shakespeareplatz mit den ehemaligen Offiziershäusern. Durch die detailreichen Fassaden kommt eine Außendämmung für diese Gebäude nicht in Frage. Als Möglichkeit, eine bessere Energieeffizienz zu erzielen, könnte sich Wessel in solchen Gebieten ein Blockheizkraftwerk vorstellen. „Da müssten allerdings alle mitmachen“, gibt er zu bedenken.

Ganz anders, aber nicht minder interessant sind die kleinen Häuser der ehemaligen Tabakarbeiter in der Katharinenstraße. „Hier wurden bereits einzelne Häuser saniert, man müsste versuchen, die Einheitlichkeit wieder herzustellen“, so Wessel.

Um herauszufinden, welche Sanierungsmaßnahmen in den einzelnen Gebieten vorgesehen sind, haben die Schüler Fragebögen an die Bewohner verteilt.

Vom Engagement der Aktiven ist Heinrich Wessel begeistert. „Sie fingen schnell an, Interesse zu zeigen.“ Zwar sind die am Projekt Beteiligten mittlerweile aus der Schule entlassen, Wessel hofft dennoch, dass es weitergeht. „Nach wie vor möchte ich als Pate aber an dem Thema weiter arbeiten. Der Klimawandel schreitet fort, das sieht man bereits an den Wetterkapriolen. und Wir haben keine Zeit mehr zu verlieren und sollten vor Ort etwas zu tun.“ - ahk

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