Ausstellung mit Bildern von Maria Fröhlich aus Kirchlinteln

„Vielschichtiges“ in der Frauenberatung

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Maria Fröhlich zeigt ihre vielschichtigen Bilder noch bis zum 30. März in der Frauenberatung.

Verden - Unter der Überschrift „Vielschichtig“ sind bis zum 30. März Bilder der Künstlerin Maria Fröhlich aus Kirchlinteln in der Frauenberatung Verden, Grüne Straße, zu sehen. Der Titel der Ausstellung sagt schon einiges aus, denn die Künstlerin arbeitet mit den verschiedensten Materialien, die sie in mehreren Schichten aufträgt. So entstehen interessante Bilder, die zum Nachdenken anregen und in denen der Betrachter immer wieder etwas Neues entdecken kann.

„Vielschichtig ist auch mein Leben“, so Maria Fröhlich bei der Vernissage am Donnerstag. Geboren und aufgewachsen ist sie im Emsland. „Auf Wunsch meines Vaters habe ich eine Ausbildung als Hauswirtschafterin gemacht. Dort kam ich zum ersten Mal mit der Kunst in Berührung“, erzählt die Malerin.

Besonders fasziniert sei sie stets von den Bildern Franz Marcs gewesen. In den folgenden Jahren stand für die dreifache Mutter zunächst die Familie im Vordergrund. „Dann habe ich gedacht, irgendetwas fehlt“, berichtet Maria Fröhlich. Sie begann ein Studium an der Kunststudienstätte in Ottersberg und arbeitete anschließend als selbstständige Kunsttherapeutin. Bei ihrem Werdegang wurde sie stets von ihrem Mann tatkräftig unterstützt. „Ohne meinen Mann hätte ich das alles nicht schaffen können“, sagt sie.

Parallel zu ihrer therapeutischen Tätigkeit begann Maria Fröhlich, kreative Seminare zu leiten und ihren eigenen künstlerischen Ausdruck weiterzuentwickeln. Collagen rückten dabei mehr und mehr ins Zentrum ihrer Arbeit.

„Der Begriff vielschichtig steht für meine Bilder. Ich male meistens mit Acrylfarben und kombiniere das mit verschiedenen Dingen. Ich klebe, male, schneide aus und fotografiere. Oft sind es sechs Schichten übereinander“, berichtet die Künstlerin.

Häufig verwendet sie für ihre Bilder Dinge, die sie zufällig entdeckt und die sie in Form und Farbe ansprechen, das können Blätter, Pflanzen, aber auch alte Fotografien oder Spitze sein. Stellt sie auf ihren Bildern Personen dar, sind diese nur als Silhouetten zu erkennen. „Ich möchte, dass der Betrachter sich mit den Personen identifizieren und die Freiheit hat, sich in sie hineinzuversetzen, daher haben sie kein Gesicht“, so Fröhlich.

Aus diesem Grund hat auch keins ihrer Bilder einen Namen. „Ich mag keine Titel, jeder muss in seinen Gedanken frei sein“, findet die Künstlerin.

ahk

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