Ausschuss im Parkhaus / Öffnung nach Pfingsten / Nichtöffentliche Fragen

Noch keine Partystimmung

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Mediengruppe Kreiszeitung

Verden - Von Markus Wienken. Die gute Nachricht vorweg: Das Parkhaus am Nordertor ist bezugsfertig, damit dürften auch die Fördergelder der NBank fließen. So richtig Partystimmung wollte aber bei den Mitgliedern des Finanzausschusses am Dienstagabend nicht aufkommen. Ein Grund dafür sind die deutlich gestiegenen Kosten für den Neubau (wir berichteten).

Gemeinsam mit Architekt Jürgen Schlake machten sich die Mitglieder auf den Weg durch das Gebäude. Die Anordnung der Stellplätze, der Begegnungsverkehr und Wendemöglichkeiten – „alles im Rahmen und problemlos möglich“, so der Planer. Die Zufahrt wird über Ampeln geregelt. Induktionsschleifen melden die Belegung, ist das Haus voll, springt die Ampel von grün auf rot.

Für Licht im Haus ist gesorgt. Die obere Ebene liegt im Freien, die mittlere ist offen gestaltet, die untere ist hingegen am Tage vergleichsweise dunkel. Abends brennen Lampen. Unten angekommen, legte Ratsherr Jens Richter sorgenvoll die Stirn in Falten. „Warum stehen denn da schon jetzt Pfützen?“ Der Schlagregen am Nachmittag war Schuld. „Das gefällt mir gar nicht“, kritisierte der CDU-Fraktionsvorsitzende. „Wie soll das erst im Winter bei Eis und Schnee werden?“ Auf eine Entwässerung ist verzichtet worden, erklärte Schlake. Das sei auskömmlich diskutiert und ungewöhnlich sei das auch nicht. Für mehr Schutz vor Nässe sollen noch fehlende engmaschige Gitter sorgen, die außen an Pfeiler und Fassade montiert werden. „Ohne zusätzliche Kosten“, so Kämmerer Wolfgang Leseberg.

Insgesamt 139 Stellplätze stehen zur Auswahl. Wer als Autofahrer parken will, hat für sein Fahrzeug eine Grundfläche von 5,50 mal 2,50 Meter zur Verfügung. Etwas größer sind die Flächen für die zwei Behindertenparkplätze mit 5,50 mal 3,50 Meter. Auf allen Ebenen darf kostenlos geparkt werden. Leseberg räumte auf Nachfrage noch ein Gerücht aus der Welt: „Alle Parkplätze sind frei verfügbar, Reservierungen gibt es nicht.“

Die Ampel vor dem Parkhaus steht zwar schon auf „grün“, reinfahren ist aber noch nicht erlaubt. „Rund um das Gebäude sind noch kleinere Restarbeiten fällig“, erklärt Leseberg. Für die NBank ist das unerheblich. Sie habe, so Leseberg, bereits Zustimmung signalisiert und die Fertigstellung akzeptiert. „Wir könnten eröffnen und das ist ausreichend.“ Vermutlich bis nach Pfingsten müssen sich die Autofahrer aber noch gedulden, ehe sie in das Gebäude dürfen.

Abgerechnet wird zum Schluss, und da muss die Stadt deutlich tiefer ins Portemonnaie greifen, als ursprünglich geplant. Waren die zu Beginn der Planungen anvisierten zirka 1,2 Millionen Euro schnell vom Tisch, folgte eine Hiobsbotschaft nach der anderen. Teurer Stahl, deutlich mehr Sand, viel Nachtarbeit, so nur einige Gründe. Nun stehen abschließend 3,2 Millionen Euro auf dem Zettel, die NBank gibt zirka 862000 Euro dazu.

CDU und FDP haben die Kostenexplosion bereits vehement kritisiert und ihre Zustimmung verweigert (wir berichteten). Auch die SPD, allen voran Ingo Neumann, sahen in der Sitzung am Dienstag noch Gesprächsbedarf. Architekt Schlake sollte dazu Rede und Antwort stehen. Allerdings in nichtöffentlicher Sitzung.

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