Ausschuss und Ortsrat stimmten für Erschließungsvertrag beim „Richtweg 2“

Entwässerung ein Problem?

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Mediengruppe Kreiszeitung

Walle - Der Bebauungsplan ist bereits abgesegnet, jetzt möchte die Immobilien Entwicklungs- und Vertriebsgesellschaft Verden das künftige Wohnbaugebiet in Walle zwischen den Straßen Unter den Eichen und Waller Heerstraße vermarkten. Dazu gab es jetzt auch von Ortsrat und Fachausschuss im Rathaus das Okay.

Der Erschließungsvertrag liegt vor, nun mussten der Ausschuss für Straßen und Stadtgrün sowie der Ortsrat Walle in einer gemeinsamen Sitzung dem Papier zustimmen. Was sie dann auch nach eingehender Diskussion nahezu einstimmig taten. Dennoch bleiben Fragezeichen, die ganz besonders die Parksituation und die Entwässerung in dem fraglichen Gebiet betreffen. Der Bebauungsplan heißt „Richtweg 2“, die Anbindung soll über die Hinrich-Gerken-Straße erfolgen.

Wie Rainer Kamermann für die Stadt Verden und zwei Vertreter eines Ingenieurbüros erläuterten, will der Erschließungsträger die Anlagen für zwölf Grundstücke auf seine Kosten erstellen. Die Baugrundstücke, für die es laut Kamermann bereits zahlreiche Interessenten gebe, würden voll erschlossen verkauft.

Neben der eigentlichen Wohnstraße ist ein fußläufiger Verbindungsweg zur Straße Unter den Eichen vorgesehen. Ferner ist ein Verbindungsweg zur Waller Heerstraße geplant. Der Baustellenverkehr für die Straßenbaumaßnahmen und für die Wohnbebauung erfolgt über diese Anbindung. Es soll kein Baustellenverkehr über die Hinrich-Gerken-Straße geleitet werden. Später wird der Verbindungsweg zur Waller Heerstraße mit einem Pfosten gesperrt.

Die lediglich vier vorgesehenen Parkplätze sowie die Entwässerungsmulden für die Oberflächenentwässerung stießen dann aber sowohl beim Ausschuss unter dem Vorsitz von Thomas Gern wie auch beim Ortsrat unter der Leitung von Ortsbürgermeister Friedel Plenge auf zum Teil massive Kritik. Das wohl auch, weil laut Bebauungsplan auf den einzelnen Grundstücken keine Parkflächen vorzusehen sind. Gern: „Dann parken die Leute im Straßenraum.“

Fragen hinsichtlich der Bauweise musste Kamermann nach Durchsicht des Vertrages noch korrigieren. Nur eingeschossige Häuser seien an dieser Stelle möglich. In der Abstimmung schließlich im Ortsrat gab es bei einer Enthaltung Einstimmigkeit, der Ausschuss votierte ohne Gegenstimmen für die Vorlage.

Zu Beginn der Zusammenkunft wurde – wie berichtet – das Verhalten des Golfclubs Walle hinsichtlich von „laienhaften Schnittmaßnahmen“ an städtischen Bäumen und Hecken kritisiert. Wie Kamermann dazu ausführte, habe sich der Golfclub bereit erklärt, im Herbst für eine Nachpflege zu sorgen. Dazu sei er vertraglich auch verpflichtet.

Die Stadtverwaltung wurde seitens des Ortsrates zum Schluss der Sitzung noch einmal aufgefordert, den lange zugesagten Termin für eine Infoveranstaltung in Sachen Anruf-Sammeltaxi in Walle festzulegen. Fachbereichsleiterin Bettina Hesse sagte zu, sich darum umgehend zu kümmern.

koy

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