Kostenplanung: 40.000 Euro

Ausschuss möchte die Stallgasse schon im nächsten Jahr

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Die Stallgasse war bisher ein beliebtes Ziel.

Verden – Schon vor vier Wochen gab es im Ausschuss für Stadtentwicklung einen Schreck in der Abendstunde, als der Antrag des Kaufmännischen Vereins auf Projektförderung für die beliebte Veranstaltung Stallgasse in der Verdener Innenstadt verlesen wurde. Rund 40.000 Euro sollte der Spaß kosten, was bei dem einen oder anderen Ausschuss-Mitglied zu Schluckbeschwerden geführt hatte. Die Verwaltung sollte nachbessern.

Was sie in der Zwischenzeit auch getan hat. „Wir haben uns mit dem Kaufmännischen Verein zusammengesetzt“, berichtete Fachbereichsleiterin Birgit Koröde dem Ausschuss am Mittwochabend im Rathaus. In der Neuauflage der Beratungen sollte nun der Knoten gelöst werden. Nach den Worten Korödes habe der Verein der Kaufleute eine abgespeckte Version der Stallgasse abgelehnt. Der Standard solle in jedem Fall gehalten werden. Stattdessen sei der Vorschlag gekommen, die bei Jung und Alt durchaus beliebte Veranstaltung nur alle zwei Jahre durchzuführen, so Koröde.

Ausschuss-Mitglied Sven Sottorff (CDU) wiederholte das vor vier Wochen Gesagte: „Das ist eine Menge Geld für so wenig Stunden.“ Er erinnerte an die Domweih, die mit einem viel geringeren Zuschuss auskommen müsse. „Wir wollen die Stallgasse aber weiterhin in unserer Stadt behalten“, betonte Karin Hanschmann (SPD). Alle zwei Jahre die aufgerufene Summe in den Haushalt zu stellen, das müsse funktionieren. Nächstes Jahr gäbe es dann keine Stallgasse, sondern erst im Jahr 2021.

Genau damit mochten sich aber die meisten Ausschuss-Mitglieder nicht abfinden. Lars Brennecke (CDU) sprach für viele, als er sagte: „Alle zwei Jahre ist in Ordnung. Die Stallgasse sollte aber 2020 realisiert werden. Das würde auch zur WM im nächsten Jahr passen.“ Sottorff pflichtete ihm bei: „Da sollten wir Druck aufbauen.“ Carsten Hauschild (SPD) habe nach eigenem Bekunden vernommen, dass WM und Stallgasse nicht unbedingt parallel stattfinden sollten. Das sei eher eine Konkurrenzveranstaltung. Das wiederum verneinte Sottorff. Er habe vom ehemaligen Turnierleiter Dr. Werner Schade gehört, dass sich beide Veranstaltungen nicht störten. Ähnlich äußerte sich Birgit Koröde: „Der Synergieeffekt hat sich nicht bewährt.“

So bleibt es nach dem einstimmigen Willen des Ausschusses dabei, die Stallgasse am 7. August 2020 durchführen zu wollen. Die Geschäfte in der Innenstadt werden dann bis 21 Uhr geöffnet sein. Das Wollen ist indes das eine, das Können das andere. Der Vorsitzende der Kaufmannschaft, Harald Nienaber, sagte auf Nachfrage, dass die Organisation für 2020 gar nicht mehr zu schaffen sei. Imke Sievers, bisherige Organisatorin der Stallgasse im Auftrag der Kaufmannschaft, brauche dazu eine gewisse Zeit. Sie selbst wollte sich auf Nachfrage nicht äußern.

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