Ausschuss lehnt FDP-Antrag zur Organisation durch die Stadt ab

Weihnachtsmarkt bleibt in Händen des Vereins

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Unter Federführung des Vereins Veranstaltungen für Verden habe sich der Weihnachtsmarkt äußerst positiv entwickelt, befand der Ausschuss.

Verden - Nicht nur Weihnachten kommt immer so plötzlich. Auch der Verdener Weihnachtsmarkt muss rechtzeitig geplant und vorbereitet werden. Am Donnerstag hatte daher der Marktausschuss über den Antrag der FDP-Fraktion zu beraten, dass nunmehr die Stadt Verden die Organisation des Marktes übernehmen soll, den seit 2012 vom Verein „Veranstaltungen für Verden“ durchführt.

FDP-Ratsherr Jürgen Weidemann begründete den Antrag damit, dass die Stadt Verden bereits erfolgreich die Wochenmärkte sowie die Verdener Domweih organisiere. „Ich sehe hier auch mögliche Interessenkollisionen zwischen Verein, Marktbeschickern und Verdener Kaufleuten, da sich Vereinsmitglieder auch aktiv am Weihnachtsmarkt beteiligen. Die Stadt indes hat keinerlei wirtschaftliche Interessen“, so Weidemann.

Zum selben Tagungsordnungspunkt regte Sven Sottorff (CDU) an, außerdem die Dauer des Weihnachtsmarktes noch einmal neu zu diskutieren. Sein Fraktionskollege Jens Richter kritisierte die seiner Auffassung nach fehlende Transparenz in der Verwendung der städtischen Zuschüsse für den Weihnachtsmarkt. „Wir haben auf konkrete Nachfrage von der Verwaltung nur eine pauschale Aussage bekommen. Das ist meiner Fraktion zu wenig, um hier eine langfristige Entscheidung zu treffen“, sagte er.

Fachbereichsleiter Rüdiger Nodorp konterte, dass es diesbezüglich keinerlei Beanstandungen gebe. Der Bereich Stadtmarketing habe stichpunktartige Kontrollen durchgeführt und keinerlei Mängel festgestellt, was auch der Ausschussvorsitzende Horst-Heiner Pabst bestätigte. Nodorp schloss sich der Argumentation der Verwaltung an, dass sich der Markt unter Federführung des Vereins Veranstaltungen für Verden äußerst positiv entwickelt habe. Der Organisation durch die Stadt erteilte der Fachbereichsleiter eine Absage, weil es sowohl zeitlich als auch personell nicht leistbar sei.

Für Bündnis 90/Die Grünen gab Johanna König zu bedenken, dass die Planungen für den kommenden Weihnachtsmarkt bereits angelaufen wären und der Verein für dieses Jahr klare Handlungsperspektive brauche. Dem folgend, sprach sich der Ausschuss dafür aus, dass die Stadt auf eine Durchführung des Weihnachtsmarktes 2016 verzichtet und sie dem Verein Veranstaltung für Verden überträgt.

Kontrovers diskutiert wurde auch der zweite von der FDP eingebrachte Antrag auf ein Rechtsabbiegegebot an der Brückstraße mit Erprobungen eines Einbahnstraßenverkehrs auf dem Innenstadtring. Die häufig verwendete Bezeichnung „Verkehrschaos“ in der Innenstadt konnten weder Nodorp noch Pabst nachvollziehen.

Es komme wie in allen Städten zu Behinderungen vor allem zu Spitzenzeiten, wenn alle zur gleichen Zeit Auto fahren wollen oder müssen, so die Feststellung der beiden. Er halte die Aufenthaltsqualität in der Innenstadt und die Verkehrssicherheit für ausreichend, sagte Pabst.

Die Idee, probeweise ein Einbahnstraßensystem einzuführen, wies die Verwaltung ebenso zurück, zumal es den Anfahrtswege zu innerstädtischen Zielen nur erheblich verlängere. Mit der Einbahnstraßenregelung sympathisierte neben der FDP auch die CDU, die dadurch die Möglichkeit sah, in Unterer Straße und Stifthofstraße zusätzliche Parkmöglichkeiten zu schaffen. Letztlich beschloss der Ausschuss mehrheitlich, dass die bestehende Verkehrsführung künftig beibehalten werden soll. Der Antrag der FDP auf ein Rechtsabbiegegebot konnte sich nicht durchsetzen.

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