GaW-Schüler ausgezeichnet

Neue Streitschlichter und Französisch-Preis

Eine Gruppe von Schülern und Lehrkräften steht auf einer Treppe vom dem Schuleingang. Alle lächeln in die Kamera.
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Das Team der Streitschlichter am GaW hat Verstärkung bekommen.

Verden – Nach der langen coronabedingten Zwangspause haben am Gymnasium am Wall (GaW) die Aktivitäten wieder Fahrt aufgenommen, die nur mittelbar mit dem Unterricht zu tun haben. So wurden die neuen Streitschlichterinnen und -schlichter auch offiziell in Dienst genommen. Und eine Schülerin wurde ausgezeichnet.

Streitschlichter, so heißt es in einer Pressemitteilung des GaW, sind Schülerinnen und Schüler, die als neutrale Vermittler Konflikte lösen und entschärfen helfen. In einer ruhigen Atmosphäre lassen sie die Konfliktparteien normalerweise erst getrennt zu Wort kommen und versuchen dann in einem gemeinsamen Gespräch mit den Streitenden, eine Lösung zu finden. Als Außenstehende bieten sie eher die Perspektive zur Erarbeitung von Kompromissen und konstruktiven Lösungen.

Ausbildung seit 2005

Seit 2005 bildet Susanna Hoffmann Streitschlichter am GaW aus. Alessandro Aledo gehört dem Team der Ausbilder seit 2018 an.

Die Jugendlichen, die jetzt ihre Urkunden erhielten, haben eine zweijährige Ausbildung absolviert. Sie analysierten Konflikte, lernten verschiedene Gesprächstechniken wie das aktive Zuhören, Spiegeln oder Perspektivverschränkung kennen und anwenden.

Aufgrund der aktuellen Situation konnte die Gruppe keinen mehrtägigen Ausbildungsworkshop im Landschulheim absolvieren. Daher fanden die Workshops zum Teil in der Freizeit statt. Unterstützend dabei waren ältere Streitschlichter. Am GaW haben sie ein eigenes Büro, in dem sie im Team ihre Pausendienste absolvieren und für die Schüler ansprechbar sind. Regelmäßig findet hier auch das Plenum mit den Coaches statt.

Kooperation mit französischer Partnerschule in Saumur

Auch auf einen Austausch mit der französischen Partnerschule Lycée Duplessis-Mornay in Saumur musste das GaW in diesem Schuljahr verzichten. So kamen zwei Lehrerinnen für Französisch und Deutsch auf die Idee, an einem Wettbewerb teilzunehmen, den das Deutsch-Französische Jugendwerk (DFJW) in diesem Jahr ins Leben gerufen hat.

Ziel war es, der jeweiligen Partnerschule Initiativen vorzustellen, die an der eigenen Schule schon zum Thema nachhaltige Entwicklung umgesetzt wurden. Andererseits sollten diese aber auch in der jeweiligen Schule eingeführt werden. „Gemeinsam verbessern wir unsere Umwelt!“, war das Projekt überschrieben.

Trotz der Einschränkungen durch die Pandemie auf beiden Seiten gelang es sowohl den französischen Schülern und Schülerinnen als auch der Klasse 9b, Videos zu drehen und Präsentationen zu erstellen, die dann der jeweiligen Klasse der Partnerschule vorgestellt wurden. Der Kontakt lief über E-Mail und einen Chatroom, um weiter für den Wettbewerb zu arbeiten.

Zweisprachige Abschlusspräsentation

Mina Lindhorst aus der 9b des GaW und ihre französische Partnerin Romane Reulier gaben nicht auf. Beide arbeiteten gemeinsam intensiv an ihrem Projekt und erstellten eine zweisprachige Abschlusspräsentation, die Ende Mai zusammen mit allen Videos eingesandt wurde.

Zehn Tage später kam die Nachricht: Mina und Romane wurden von der deutsch-französischen Jury ausgewählt und gewinnen den Tandempreis.

Nun wünscht Mina sich, dass am GaW die Aktionen für die Umwelt umgesetzt werden. In erster Linie möchte die Schülerin, dass Plastikverschlüsse auch an ihrer Schule gesammelt werden, um sie einer Initiative zu spenden.

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