Ausbildungschancen für junge Erwachsene ohne Berufsabschluss / Kurs bei der Kreisvolkshochschule

Engagiert und geschult auf Arbeitssuche

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Gut gerüstet in die berufliche Zukunft (v.l.): Dozentin Belinda Ruef, Irene Lohrai, Christian Seidler, Sunita Kumar, Natalie Diel, Elhame Islami, Kai Winter, Anna Bauer und Dozent Uwe Behnke.

Verden - Keinen Berufsabschluss, keine Perspektive, das muss nicht sein. 20 junge Frauen und Männer nutzten ihre Ausbildungschance bei der Kreisvolkshochschule Verden und wurden beruflich fündig.

30 Bewerber waren es noch im September 2014, die sich für das ESF-Projekt „Ausbildungschancen für junge Erwachsene zwischen 25 und 35 Jahren“ bei der KVHS eingeschrieben hatten. Bis Januar 2015 hatte sich eine Gruppe von 20 Personen gebildet, mit dem Ziel, eine Ausbildung zu beginnen, auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen oder sich durch andere Fortbildungen darauf vorzubereiten.

Zu bewältigen waren neben dem ausbildungsvorbereitenden Unterricht vier mehrwöchige Praktika, um in verschiedenen Betrieben und Arbeitsbereichen/Berufsfeldern Erfahrungen zu sammeln, sich praktisch auszuprobieren und die eigenen Berufswünsche zu überprüfen.

Bis zum Ende des Kurses schieden zwölf Personen aus, von denen einige vorzeitig in Arbeit, betriebliche Umschulung und weiterführende Kurse wie Hauptschulabschluss, beruflicher Sprachkurs und schulische Ausbildung wechseln konnten.

Für die verbliebenen acht Kandidaten haben sich verschiedene Anschlussperspektiven herauskristallisiert. Besonders gut getroffen haben es Christian Seidler und Kai Winter, die eine Ausbildung zum Gärtner beziehungsweise Glaser beginnen werden. Sie konnten während des Praktikums ihre Eignung und Motivation in Ausbildungsbetrieben beweisen.

Schwerer gestalteten sich die Praktikumsphasen für die alleinerziehenden Teilnehmerinnen. Trotz theoretischer Möglichkeit einer betrieblichen Teilzeit-Ausbildung ist diese Form in vielen Betrieben nicht bekannt. Die Bereitschaft, sich auf Teilzeitausbildung einzulassen muss immer im Einzelfall erkämpft werden. Dabei helfen ganz sicher überzeugende Grundqualifikationen der Ausbildungsplatzsuchenden und eine flexible Art der Kinderbetreuung.

„Ich habe zunächst eine Teilzeitarbeit im Betrieb der beabsichtigten Ausbildung zur Hauswirtschafterin angenommen, weil ich den zeitlichen Anspruch der Ausbildung momentan noch nicht bewältigen kann“, so Anna Bauer, alleinerziehende Mutter von zwei jüngeren Kindern. Zwei weitere junge Frauen wollen diesem Beispiel folgen.

Drei Absolventen sind nach wie vor auf der Suche nach Ausbildungen im Bereich Einzelhandel und Verkauf. Weitere Infos gibt es bei Ruth Kuthe, Telefonnummer 04231/15-720 oder E-Mail ruth-kuthe@landkreis-verden.de, Kreisvolkshochschule Verden.

Gefördert wurde das Projekt „Ausbildungschancen“ vom europäischen Sozialfonds, der ALV Verden sowie zahlreichen Betrieben aus der hiesigen Region, die den einzelnenen Teilnehmern die praktische betriebliche Arbeit durch ein Praktikum ermöglichten und nahebrachten.

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