CDU-Kreisparteitag in Morsum stimmt auf vielfältiges Themenspektrum ein

Aufklärung statt Stammtisch für den Wahlkampf

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Die Geehrten (vorne von links): Heinz Meyer (40 Jahre Mitglied) Hermann Henke (50) und Bernhard Probst (50) mit der Kreis-CDU-Spitze Adrian Mohr und Wilhelm Hogrefe (hinten).

Morsum/Landkreis - Der Ton verschärft sich. Die Kommunalwahlen rücken näher. Der CDU-Kreisparteitag stellte am Mittwochabend im Gasthaus Döhling in Morsum Weichen. Der Ehrenvorsitzende Wilhelm Hogrefe und der Kreisvorsitzende und Landtagsabgeordnete Adrian Mohr schworen die 63 Parteimitglieder im Saal schon mal in groben Zügen ein. „Wenn wir nicht aufpassen, verlieren wir unsere Krankenhäuser im Landkreis.“ Hogrefe plädierte in seinem Grußwort für das Bettenhaus in Verden.

Die schnelle Internetverbindung auf dem Land war ein weiteres CDU-Thema. „Wir müssen auch den ländlichen Raum zukunftsfähig machen und zweistellige Millionensummen in die Hand nehmen, um eine Internetleitung auch auf abgelegenen Hofstellen hinzubekommen“, sagte Hogrefe.

Adrian Mohr sah die Aufgabe der CDU auch in der Aufklärung der Wähler. Dafür seien Parteien wichtig, „denn ohne geht es nicht.“ Ohne Namen zu nennen, nahm der CDU-Chef allerdings Abstand von den Stammtischparolen bestimmter Gruppierungen. „Was machen die, was können die? Wir sind in Gemeinde-, Orts- und Kreistagsfraktionen vertreten und haben die Vernetzung vom kleinen Ort bis zur Europäischen Union.“

„Die Flüchtlingskrise hat sich nicht erledigt. Sie ist nur ein bisschen abgekühlt. Wir müssen uns mit denen beschäftigen, die hier bleiben. Und die, die nicht hierbleiben dürfen, müssen abgeschoben werden“, forderte Mohr. Die Flüchtlingspolitik also, aber auch die Gestaltung des ländlichen Raums, Kinderbetreuung und Betriebskosten für Kindergärten will die CDU im Wahlkampf thematisieren. Auch den dritten Allerübergang will Mohr nicht aus den Augen verlieren.

Im Mittelpunkt des Kreisparteitages standen zudem Vorträge zur Sicherstellung des Brandschutzes und der Hilfeleistung im Landkreis. Dazu waren der feuerwehrpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Rainer Fredermann, und Kreisbrandmeister Hans-Hermann Fehling als Gastredner vor Ort. Beide waren sich einig darin, dass es bei den Feuerwehren massive Lehrgangsengpässe gibt. Das liegt nach ihrer Auffassung vor allem daran, dass die Regierung in Hannover nicht genügend in die Ausbildungsstandorte in Loy und Celle investiert und ein von der Vorgängerregierung auf den Weg gebrachtes Konzept nicht umsetzt. „Strukturen werden zerstört, wenn Führungskräfte nicht geschult werden können“, so Fredermann.

Fehling wies auf den gesetzlichen Auftrag hin, einen bedarfsgerechten Brandschutz sicher zu stellen. Für den Landkreis Verden sehen die Zahlen so aus, dass 400 Lehrgangsplätze angefordert wurden, aber nur 181 zugewiesen wurden. Dem Gedankenspiel, eine Ausbildung auf die Landkreise runterzudrücken, erteilte Fehling eine klare Absage. „Die Mitgliederentwicklung im Landkreis reicht zurzeit, aber ich mache mir Sorgen, ob es für morgen oder übermorgen reicht“.

Delegierte und Ersatzdelegierte für den Landesparteitag wurden Olaf Kluckhuhn, Isabel Gottschewsky, Karin Mohr, Joachim Otten, Thomas Maruhn, Wilhelm Hogrefe und Reiner Sterna.

Für langjährige Parteimitgliedschaft wurden Heinz Meyer aus der Gemeinde Dörverden für 40 Jahre und Hermann Henke aus Posthausen und Bernhard Probst aus Langwedel für 50 Jahre geehrt.

ha

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