Stadt baut neuen Weg durch die Wiesen / Abseits der Max-Planck-Straße

Von Eitze nach Borstel: Auf dem Rad vorbei an Fuchs und Hase

An der Max-Planck-Straße, Höhe Zollamt, biegt der schmale Weg in Richtung Borstel ab und führt circa 500 Meter durch die Feldmark.
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An der Max-Planck-Straße, Höhe Zollamt, biegt der schmale Weg in Richtung Borstel ab und führt circa 500 Meter durch die Feldmark.

Verden-Borstel – Wer in der Stadt unterwegs ist, der kann mit dem Auto fahren. Besser noch, weil umweltfreundlicher, sollten sie oder er, wenn körperlich fit, das Rad nehmen. Immer mehr Wege durchziehen wie ein Netz Verden und die Umgebung. „Und es sollen noch mehr werden“, so Kerstin Wahlers vom Fachbereich Straßen und Stadtgrün.

In Borstel zum Beispiel, wo man, ein wenig versteckt, im Gewerbegebiet von der Max-Planck-Straße über einen holprigen Pfad, zwischen Firmengrundstücken, nach ein paar hundert Metern die Borsteler Trift erreicht. Abseits vom Schwerlastverkehr der Industriestraße, öffnen sich plötzlich ein wenig Wald und viele Wiesen. Fuchs und Hase könnten sich dort gute Nacht sagen. Ob trockenen Fußes allerdings, das hängt vom Wetter ab, denn bei Regen und auch lange danach, wie jetzt im Winter, herrscht Land unter.

Von der Max-Planck-Straße: Über Laub und Matsch

Laub und Matsch: Der Untergrund ist aufgeweicht.

Was für Fuchs und Hase gilt, gilt auch für Fußgänger und Radler: Es herrscht Rutschgefahr. Knapp eineinhalb bis zweit Meter breit ist der Pfad. An den Rändern ausgefranst, sorgen Pfützen, Laub und anderer Unrat für wenig Komfort. Wer als Radfahrer eher ungeübt ist, der steigt schon mal ab. Was ihm allerdings wenig hilft, wenn es geregnet hat. Denn dann gibt’s nasse Füße. Das soll sich ändern.

Fahrradfahrer steigen sicherheitshalber ab.

Bislang steigen Radfahrer lieber ab

Im Fachbereich Straßen und Stadtgrün steht das Projekt der Verbesserungen schon seit geraumer Zeit auf dem Plan. „Eigentlich schon im vergangenen Jahr, doch das Budget und auch die Zeit wurden knapp“, so Kerstin Wahlers. Dass das Geld nicht reichte, hat auch mit der dann doch etwas umfangreicheren Umsetzung und den Verbesserungen der holprigen Verbindung zu tun. „Der Weg führt von der Max-Planck-Straße zwischen Gewerbegrundstücken. Aufgrund der notwendigen und umfangreicheren Erdarbeiten müssen wir bei den Anliegern nachfragen, wo denn da die Leitungen liegen“, so Wahlers. Die Anfragen dazu werden gestellt, danach soll es losgehen. „Wenn uns das Wetter keinen Streich spielt“, so Wahlers. Wer nach draußen guckt, kann sich denken, dass es da leichte Verzögerungen geben könnte.

Wenn das Wetter keinen Streich spielt: Spätestens im Frühjahr Baustart

Anrücken werden die städtischen Mitarbeiter des Betriebshofes. Läuft alles nach Plan, legen sie spätestens im Frühjahr los, wenn der Baugrund frostfrei ist. Mit Bagger und Schaufel soll der vordere Bereich mit Anschluss an die Max-Planck-Straße ausgekoffert und dann mit einer kleinteiligen grobkörnigen Schotterschicht ausdauernd Stabilität bekommen. Im weiteren Verlauf wird ebenfalls gebuddelt, neuer Sand aufgefüllt und oben drauf eine Schicht Sabalit, kombiniert mit Sabdyn gepackt. „Mit der Verbindung entstehen tragfähige wassergebundene Wegedecken, die das Regenwasser speichern und sukzessive an den Untergrund abgeben“, so Wahlers. Das Konzept hat sich bewährt, weiß die Fachfrau. In Hönisch, Eitze und auch Borstel wird darauf geradelt. Und: „Keiner baut damit so schöne Wege wie die Mannschaft vom Betriebshof“, so die Erfahrung von Wahlers.

Keiner baut so schöne Wege wie die Mannschaft vom Betriebshof

Mitarbeiter des Bauhofs bei der Arbeit in Stoffers Moor.

Der „aufgehübschte Weg“ von der Max-Planck-Straße bis zur Borsteler Trift wird zu Beginn auf der einen Seite teilweise von Lampen beleuchtet. Außerdem setzen die Mitarbeiter des Betriebshofes junge Bäume. Auch da zahlt sich die Wahl des Untergrundes aus: „Sabalit gibt dem Wurzelwerk nach. Unebenheiten können problemlos ausgeglichen werden“, erklärt Wahlers.

Zu Fuß und mit dem Rad ist nach dem Bau der Weg sicher passierbar.

Wassergebundene Decke: In Hönisch, Eitze und auch Borstel wird darauf geradelt

Die Strecke, knapp 500 Meter lang, ist ein Puzzleteil des Radweg-Förderkonzeptes, das sich wie ein Netz über die Stadt legt. Die Stadt Verden, rundherum die Ortschaften, verbunden mit Radwegen abseits der Hauptstraßen, so das Ziel. „Wir prüfen regelmäßig, wo es weitere Verbesserungen der Verbindungen insbesondere zu den Ortschaften gibt“, sagt Wahlers. „Da wird uns die Arbeit in den kommenden Jahren nicht ausgehen.“

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