Auch Robbie Williams war da

Vielharmonie Kirchlinteln und Band rocken bei zwei Konzerten im Domgymnasium

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Die Vielharmonie Kirchlinteln und Band rockten das restlos begeisterte Publikum bei zwei Konzerten in der Aula des Domgymnasiums. 

Verden - Die Vielharmonie Kirchlinteln und Band rockten das restlos begeisterte Publikum bei zwei Konzerten in der Aula des Domgymnasiums. Dabei gingen die Besucher bei dem mitreißenden Sound dieser Gruppe wie auf einem Rockfestival enthusiastisch mit und forderten durch frenetischen Applaus zwei Zugaben heraus.

Das musikalische Programm mit Rock und Pop ließ dabei allerdings nicht vermuten, dass sich hinter dem Namen des Musikvereins eine musikalische Gemeinschaft mit langer Tradition verbirgt. Mit der Namensänderung zu „Vielharmonie Kirchlinteln – Flötenorchester und Spielmannszug“ beschreitet der bereits im Jahr 1881 gegründete Spielmannszug Kirchlinteln neue Wege: „Wir präsentieren uns bei Konzerten mittlerweile modern und musikalisch umfangreich, da spiegelt der Begriff „Spielmannszug“ allein einfach nicht mehr das wider, was wir tun“, so der Vorsitzende Moritz Krüger.

„Wir wollen euch mit unserer Musik bestens unterhalten“, hieß es in Anlehnung an das Motto des Konzertprogramms „Let us entertain you“, und das gelang dem Ensemble aufs Allerbeste. „Das war einfach nur gigantisch“, ließ sich eine Besucherin, selbst aktiv in einem Spielmannszug, zu einem Kommentar hinreißen. Unter der musikalischen Gesamtleitung von Karen Düsterhöft sowie Adrian Heemsoth und Johanna Meyer als weitere Dirigenten zeigten die insgesamt 60 Musiker, Flötenorchester, Jugendgruppe und Band, eine absolut fehlerfreie Leistung.

Vielseitiges Repertoire an moderner Unterhaltungsmusik

Von der rein-traditionellen Spielmannsmusik war bei den beiden Konzerten nichts zu spüren, denn durch die Entwicklung zu einem Flötenorchester mit umfangreicher Instrumentalisierung lässt sich ein vielseitiges Repertoire an moderner Unterhaltungsmusik erarbeiten. Das Flötenorchester glänzte dabei mit Songs von Robbie Williams oder Uptown Funk mit Body Percussion, bei Run Boy Run präsentierten Solisten des Schlagwerks ihr Können, wobei mit Lichteffekten nicht gegeizt wurde.

Außergewöhnlich auch der Cup-Song mit Bechern als Instrument, und beim Adiemus von Karl Jenkins begleitete das Orchester die Solistin mit Kontrabass, Svea Gerkens. Das Jugendorchester zeigte sein Können mit „Pippi Langstrumpf“ und dem „Pink Panther“. Begleitet wurde das Flötenorchester bei einigen Stücken von einer bis zu siebenköpfigen Band, die auch solistisch das Publikum zu frenetischer Begeisterung herausforderte. Unter anderem bei einem Queen-Medley stellten die Sängerinnen Sandra Bysäth, Elena Artisi und Paula Römer sowie die Instrumentalgruppe (Lasse Hüppe, Jan Kuhlemann, Hannes Kracht, Justus Wahlers) ihr außergewöhnliches Können unter Beweis.

„Wir möchten uns aber auch bei all den Leuten entschuldigen, die am Sonntag keinen Platz mehr bekommen haben und gegangen sind“, erklärte der 2. Vorsitzende Bastian Eggers nach den Konzerten, der sich über diese großartige Resonanz mit den zwei ausverkauften Auftritten freute. Mit dem Andrang sei so nicht gerechnet worden, und für die Konzerte des kommenden Jahres werde eine Strategie überlegt, allen Leuten einen Platz zu bieten. Der Dank des Vorstandes und des Gesamtensembles gelte aber auch der Unterstützung durch den Förderverein sowie der Veranstaltungstechnik-AG des Domgymnasiums.

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