Publikum erlebt Projektorchester in der Aula des Domgymnasiums

Auch mit einem Fagottsatz

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Das Projektorchester aus Verden und Sehnde überzeugte beim Konzert im Domgymnasium. 

Verden – „Das war wieder ganz großes Kino, ein so gut besetztes Projektorchester mit sinfonischer Blasmusik zu erleben“, war immer wieder von Gästen zu hören, die zum Doppelkonzert im Domgymnasium gekommen waren und das hohe musikalische Niveau des von Justus Wahlers (Verden) und Tim Kuhlmann (Sehnde) geleiteten Ensembles würdigten. Das Publikum zollte aber auch dem Blasorchester des Domgymnasiums den verdienten Applaus für die großartige Leistung der jungen Musiker.

Der Ausgangspunkt für diesen zweiten Konzertabend mit sinfonischer Blasmusik in diesem Jahr im Domgymnasium war die von Justus Wahlers geleitete „Missa Brevis“ im Frühjahr. Für dieses neue Projekt fand Wahlers mit Tim Kuhlmann einen Kommilitonen von seinem Studium an der Musikhochschule Hannover und dementsprechend lautete der Name des Orchesters auch „Junge Dirigenten“. Auch viele Aktive der damaligen Besetzung ließen sich begeistern, neue kamen hinzu, aber etlichen Interessierten musste auch abgesagt werden, Es formierte sich ein Ensemble von fast 60 Musikern in einer sinfonischen Besetzung, unter anderem einen Fagott- und einen Hornsatz sowie Bassklarinette und Oboe.

Den größten Anteil stellte erneut das Verdener Blasorchester im TSV Borstel, hier ist Justus Wahlers aktiv und diesmal das TVE-Blasorchester aus Sehnde bei Hannover, geleitet von Tim Kuhlmann. Dazu kamen noch Musiker aus sieben weiteren Ensembles der Region, so fünf Spielleute der Vielharmonie Kirchlinteln, das auch diesmal wieder das Schlagzeug zur Verfügung stellte. Drei Probeneinheiten in Sehnde sowie in Verden-Borstel folgten und die Generalprobe kurz vor dem Konzert schloss die Vorbereitungen ab.

Das Schülerensemble unter der Leitung von Birgit Melsheimer eröffnete den Konzertabend und begeisterte mit sieben Kompositionen von bekannten Melodien das Publikum, unter anderem dem Banana Boat Song sowie Medleys bekannter russischer und schottischer Melodien. Durchaus gekonnt und motiviert zeigten sich die Mädchen und Jungen, die zum Teil auch bei solistischen Einlagen ihr Können zeigten. Ungewohnte Rhythmen und Klangbilder wurden sicher mit einem stets ausgewogenen Gesamtausdruck gemeistert.

Die Hommage an eine aus-tralische Schule von Jacob de Haan „Ross Roy“ war der Auftakt für das Projektorchester. Hier und bei den folgenden Stücken zeigte sich, dass die beiden Dirigenten die Musiker aus den verschiedenen Ensembles bei nur drei gemeinsamen Proben gekonnt zu einer Einheit geformt hatten. Fast schon professionell präsentierten sich die Dirigenten und das Orchester in der Folge des Konzerts. Präzise und konzentriert zeigten sich die Musiker in einer eher doch ungewöhnlichen Zusammensetzung.

Das Orchester überzeugte auch bei „Around the World in 80 Days“ mit ständig wechselnden Rhythmen. Nach der „English Folk Song Suite“ von Ralph Vaughan Williams entführte das Orchester das Publikum zum Castrum Alemorum nach Schottland, von Jacob de Haan musikalisch in Szene gesetzt. Auch bei „Les Miserables“ begeisterte das Orchester. Vorletzte Station war Japan, wo Satoshi Yagisawa in „A Vision of the first Light“ eine Illusion von Hokkaido in der Morgendämmerung zwischen Raureif und Nebel beschreibt.

Der „Buremasj fra Lodingen“ war der krönende Abschluss des offiziellen Konzertteils, bei dem das Orchester noch einmal gefordert wurde und mit Bravour diese Komposition meisterte. Als Zugabe ging es erneut nach Schottland: „Highland Cathedral“ in der Bearbeitung von Frank Meyer vom Verdener Blasorchester war zu hören.

Das war auch beim zweiten Konzert einen Tag später in Sehnde so. Durch das Programm führte übrigens dort der seit 2011 in Langwedel wohnende Christian Sander, der trotz der Entfernung aktiv im Blasorchester des TVE Sehnde dabei ist. 

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