Start der 21. Verdener Jazz- und Blues-Tage

Es ist angeblasen

Ein gemeinsamer Auftritt der NDR Bigband mit dem Duo Alon und Joca Freitagabend bildete den Auftakt der 21. Verdener Jazz- und Bluestage. Die Kreissparkasse und die Stadtwerke Verden hatten dieses Konzert der Extraklasse möglich gemacht. Fotos: Preuß

Verden – Die Veranstaltungen des Vereins Verdener Jazz- und Blues-Tage genießen einen guten Ruf. Weit über die Grenzen des Landkreises hinaus. Und so bedurfte es Freitagabend nicht des einen, großen Namens, um die Stadthalle zu füllen. Stattdessen waren es viele großartige Instrumentalisten, die als NDR Bigband gemeinsam mit dem Klavier- und Percussion-Duo Alon und Joca die Verdener Jazz- und Blues-Tage eröffneten.

Es ist die 21. Auflage des Veranstaltungswochenendes, das der Verein auf die Beine gestellt hat. Und das heute mit Open-Air-Konzerten in der Fußgängerzone und der Kneipennacht sowie morgen mit „Jugend jazzt“ seine Fortsetzung findet.

Bevor das Orchester aus Hamburg unter der Leitung des norwegischen Saxofonisten Geir Lysne Freitag die ersten Takte anschlug, hatte der Verein zum Empfang eingeladen. Als Dankeschön an die Unterstützer nicht nur an diesem Wochenende, sondern bei den vielen anderen Veranstaltungen.

Vielleicht nutzte der Club die Gelegenheit auch, um sich selber ein bisschen zu feiern, sind doch alle Mitglieder ehrenamtlich im Einsatz. Für Jochen Weiland (Stadtwerke) und Dennis Gläß (Kreissparkasse) als Sponsorenvertreter sowie den Schirmherren, Landrat Peter Bohlmann, war es jedenfalls Grund genug, den Aktiven ihren Dank auszusprechen.

Zwischen 25 und 30 Konzerte, so schätzte der Vorsitzende Volkmar Koy, stelle der 340 Mitglieder starke Verein inzwischen jedes Jahr auf die Beine. Angefangen bei den intimen Clubabenden über Bands in der 240 Stehplätze bietenden Aula des Domgymnasiums bis zu Auftritten bekannter Größen in der Stadthalle mit ihren knapp 600 Sitzplätzen.

Vorfreude ist die schönste Freude. Und darauf stießen Stadtwerke-Geschäftsführer Jochen Weiland, KSK-Vorstandsmitglied Dennis Gläß, Jazz-und-Blues-Vorsitzender Volkmar Koy sowie Landrat Peter Bohlmann als Schirmherr der Veranstaltung (v.l.) Freitagabend vor Konzertbeginn gerne an.

Dabei sind es nicht mehr nur Musiker aus der Jazz- und Bluesszene, die dem Verein regelmäßig volle Häuser bescheren. „Die Bandbreite dessen, was musikalisch möglich ist, wird auch bei uns immer größer“, sagte Koy und nannte Tokame als Beispiel. Das zwölfköpfige Ensemble tritt heute Abend bei der Kneipennacht in der Dog-Aula auf. Mit einer Mischung aus karibischem Funk, Jazz, Rock und Salsa. Und wenn am Freitag, 1. November, um 20 Uhr, die Herren der Conexión Cubana zu ihren Instrumenten greifen, wird auch dann im Domgymnasium kein reiner Jazz erklingen.

Dass der Verein dem Publikum in Verden große Abwechslung bietet, ist nicht nur den vielfältigen Vorlieben der Mitglieder und des zehnköpfigen Vorstands geschuldet. In Musikerkreisen ist der Club überaus geachtet, nicht nur wegen der intensiven Betreuung der Künstler. „Alle, die mal bei uns waren, würden gerne wiederkommen“, sagte Koy. „Das Image haben wird uns erarbeitet. Und damit kann man auch ein bisschen prahlen.“ Die Mundpropaganda in der gut vernetzten Szene sorgt beim Verein für ein stets gut gefülltes Postfach. „Es kommen jeden Tag Bewerbungen“, beschrieb es der Vorsitzende.

„Wir reden uns die Köpfe heiß“, berichtete Volkmar Koy von den regelmäßigen Diskussionen über das Programm. Die Qual der Wahl, sie wird noch verstärkt durch die Rahmenbedingungen. Neben den Wünschen der Mitglieder gilt es, die der unverzichtbaren Sponsoren zu berücksichtigen. Die wiederum möchten ihre Schriftzüge auf den Plakaten gerne unter bekannten Namen sehen. Doch die ganz Großen sind schwer zu bekommen.

„Wir könnten alles hier in Verden haben, wenn wir eine entsprechende Halle hätten“, war sich Volkmar Koy sicher. Ein solcher Ort müsste dann aber die Dimension eines Pier 2 in Bremen haben.

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