300 Anbieter freuten sich beim Frühjahrsflohmarkt auf ganz viel Kundschaft

Keine Scham beim Feilschen

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Standuhr gefällig, oder lieber die Gitarre?

Verden - Von Wiebke Bruns. Es gab wieder so gut wie alles beim Verdener Frühlingsflohmarkt. Sogar leichter Regen war dieses Mal dabei. Organisiert hatte die einst städtische Veranstaltung bereits zum neunten Mal der Förderverein der Fußballjugend des TSV Dauelsen, der dieses Jahr sein zehnjähriges Bestehen feiert.

Nachts um vier Uhr war mit dem Aufbau begonnen worden, wobei die ersten Verkäufer schon am Freitagabend angerückt waren. Genauso wie einige der Organisatoren hatten sie in ihren Fahrzeugen auf dem Parkplatz der Kreisverwaltung genächtigt.

Dort und auf dem benachbarten Warwickplatz reihten sich am nächsten Tag nach Veranstalterangaben um die 400 bis 450 Stände aneinander. Die Möglichkeit der vorherigen Anmeldung mit dem Vorteil der reduzierten Standgebühren hatten 300 Anbieter genutzt. „Es waren damit 15 Prozent weniger als im Vorjahr. Dafür hatten wir dieses Mal mehr Spontananbieter“, ergänzte Wolf Schlarmann aus dem Organisationsteam.

Von Vorteil gerade wegen des großen Ansturms der spontanen Teilnehmern in der Nacht sei die Vielzahl der Helfer gewesen – fast alle schon seit Jahren und mit entsprechender Routine dabei. 25 Ehrenamtliche waren immer dann zur Stelle, wenn es darum ging einen Stand einzuweisen oder auf die Regeln hinzuweisen.

Gleichzeitig wurden die Verkäufer dieses Mal schriftlich darauf hingewiesen, dass sie ihren Standplatz sauber zu hinterlassen haben. Große Mengen an Müll waren in den letzten Jahren immer wieder ein Ärgernis für die Verantwortlichen. „Diesesmal hatten wir deutlich weniger Müll.“ Den Hinweis hätten die meisten wohl sehr ernst genommen. Und als alle wieder weg waren, kommentierte Schlarmann die Situation folgendermaßen: „Der Parkplatz sah nach dem Flohmarkt sauberer aus als vorher.“

In Scharen waren wie immer die potentiellen Käufer gekommen. Das beliebte Stöbern auf den Tischen entlang der Trödelmeile wurde jedoch im Laufe des Vormittags von einsetzendem Nieselregen getrübt, denn zum Schutz der Ware wurde über viele Tische Folie gelegt. Gut beraten war, wer einen Gartenpavillion aufgebaut hatte. Nicht wenige gaben in Anbetracht des feucht-kühlen Wetters auf und packten wieder ein. „Bei gerade einmal drei Grad plus haben die nachts mit dem Aufbau begonnen“, bedauerte Schlarmann die Umstände. Die meisten trotzten Kälte und Regen und nahmen es mit mit Humor.

„Das ist ein griechischer Grill, funktioniert ohne Kohle“, pries ein junger Mann seinen Gasgrill an. „Zeitlose Klassiker suchen neues Zuhause. Alles kommt wieder – sei bereit“, stand auf einem Werbeschild für gut erhaltene Kleidung. Den richtigen Ton durften die Kunden bei Jürgen Allwardt aus Neddenaverbergen anschlagen, der seine Sammlung auflöst und deshalb viele Musikinstrumente im Angebot hatte. Geigen, Gitarren, Zithern und vieles mehr. Probe-Fiedeln war erlaubt, doch Feilschen fiel den Kunden deutlich leichter.

Frühlingsmarkt in Verden

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