Polizei und Rettungsdienst trainieren Abläufe

Amok: Übung für den Ernstfall

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Auch die Feuerwehr war mit mehreren Einsatzfahrzeugen vor Ort.

Verden – Einsatzkräfte der Polizeiinspektion Verden/Osterholz übten gestern Nachmittag das gemeinsame Vorgehen bei einem möglichen Bedrohungsszenario an einer Schule zusammen mit den Freiwilligen Feuerwehren Verden und Dauelsen, dem örtlichen Rettungsdienst vom Roten Kreuz und den Johannitern sowie der Leitstelle der Polizei in Oldenburg und der Rettungsleitstelle in Verden mit Unterstützung der Stadt sowie dem Landkreis Verden. Angenommen wurde ein Amoklauf im Schulgebäude.

Ein derartiges Einsatzgeschehen wurde an den Berufsbildenden Schulen am Rande des Verdener Stadtgebietes aufgebaut und dort das realistische Vorgehen gegen einen oder mehrere mögliche Täter sowie die Rettung und Versorgung von Verletzten trainiert, heißt es in einer umfangreichen Pressemitteilung der Polizei.

Mehr als 100 Einsatzkräfte hielten dabei hohe Sicherheitsvorkehrungen ein. Die Auswirkungen auf die Öffentlichkeit sollten möglichst gering gehalten werden. Die Kulisse bot den Einsatzkräften ein realitätsnahes Umfeld, sodass alle Beteiligten unter höchster Belastung trainieren konnten. Eine besondere Herausforderung war dabei das Zusammenwirken der unterschiedlichen Akteure in einer solch „lebensbedrohlichen und komplexen Einsatzsituation“, beschreibt die Pressesprecherin Imke Burhop die Einsatzübung.

Der Rettungsdienst musste eine Vielzahl an unterschiedlichen Wunden versorgen.

Innerhalb kürzester Zeit mussten Polizeibeamte den oder die Täter ausfindig und dingfest machen sowie Opfer aus dem Gefahrenbereich retten. Feuerwehr und Rettungsdienst übernahmen die Verletzten an einem vereinbarten Ort und veranlassten eine Erstversorgung sowie notwendige weitere Maßnahmen. Diese Abläufe mussten parallel zur Täterfahndung organisiert und koordiniert werden. Dazu waren unter hohem Zeitdruck umfangreiche Abstimmungen zwischen den beteiligten Behörden notwendig.

Zwei verletzte Schüler konnten sich aus dem Gebäude retten.

Der Trainingseffekt dieser Übung zielte damit nicht nur auf die einzelnen Akteure, sondern auch auf die unterschiedlichen Ebenen der Zusammenarbeit ab. Vor allem die Einsatzkräfte vor Ort dürften auch emotional von der Situation ergriffen sein, sodass auf der Nachbereitung der Übung mit diesen Teilnehmern ein besonderes Augenmerk lag.

Großübung von Polizei und Rettungsdienst an BBS in Dauelsen

 © Wiebke Bruns
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Mit gefährlichen Einsatzsituationen, wie sie am Dienstagnachmittag trainiert wurden, müssen Polizei und die Sicherheitsbehörden jederzeit rechnen, so die Polizei. Mit dieser Übung sollten sowohl die Mitarbeiter auf herausragende Situationen vorbereitet als auch wichtige Erkenntnisse gewonnen werden, um die bisherigen Abläufe in der eigenen Organisation sowie in der Zusammenarbeit mit den Sicherheitspartnern zu überprüfen und anzupassen.

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