Ehemalige Domgymnasiasten treffen sich 50 Jahre nach dem Abitur wieder

Alte Wirkungsstätte kaum mehr wiederzuerkennen

Feierten 50 Jahre nach dem Abitur am Domgymnasium ein Wiedersehen: Dr. rer. nat. Wilfried Knief, Dr. med. Karl-Otmar Stenger, Dr. med. Wilfried Oetjen, Marianne Stern, Peter Ziehm, Heinrich Kranz, Peter Sohnsmeyer und Burckhard Huly (v.l.). - Foto: Haubrock-Kriedel

Verden - 50 Jahre nach ihrem Abitur trafen sich neun ehemalige Domgymnasiasten zu einem gemeinsamen Wochenende in Verden. Es war die erste Zusammenkunft nach 25 Jahren. „Wir haben uns nicht gleich alle auf Anhieb erkannt“, bekannte Dr. Karl-Otmar Stenger. Der Mediziner lebt heute in Hamburg und hatte die Organisation des Klassentreffens übernommen.

Die gemeinsame Zeit der ehemaligen Schulkameraden begann mit einem Kaffeetrinken bei Erasmie. Anschließend schwelgte man im Hotel Höltje noch bis tief in die Nacht in Erinnerungen. Besonders gern dachten die ehemaligen Pennäler an ihren allseits beliebten und verehrten Klassenlehrer Karl Nerger zurück, der von den Schülern liebevoll „Charly Brown“ genannt wurde.

Burckhard Huly erinnert sich ebenfalls gern an die ausgedehnten Klassenfahrten. „Wir waren die erste Unesco-Modellklasse der Schule. Wir sind nach Holland, Finnland und Dänemark gefahren. Solche weiten Fahrten waren damals sonst noch gar nicht üblich.“

Am Folgetag gab es bei einer Führung mit Schulleiter Detlev Lehman dann endlich die Gelegenheit, die ehemalige Lehranstalt einmal wieder zu betreten. Die Veränderungen überraschten doch. „Wir haben die Schule nicht wiedererkannt“, so Karl-Otmar Stenger. Im Altbau gab es aber immerhin noch einige vertraute Ecken. Detlev Lehman brachte den Goldabiturienten sogar noch etwas über den Lehrbetrieb und die heutigen pädagogischen Inhalte nahe. Gerade für die – wenn auch inzwischen pensionierten – Lehrer unter den Ehemaligen ein interessantes Thema. Die Schulzeit am Domgymnasium war scheinbar so inspirierend, dass sich unter den ehemals 14 Klassenkameraden immerhin sechs Lehrer und ein Hochschullehrer befinden. Doch auch aus den anderen ist „etwas Anständiges“ geworden, zum Beispiel Arzt, Biologe oder Jurist. Mit einer Domführung mit Hans-Jürgen Lange klang das gemeinsame Wochenende langsam aus.

Leider musste sich Prof. Dr. phil. Peter Albert Fiedler aus Heidelberg kurz vor dem Foto-Termin verabschieden. Er hatte schon als Schüler für die Verdener Aller-Zeitung geschrieben und ist immer noch schriftstellerisch tätig. Er ist Verfasser des Standardwerks der klinischen Psychologie „Persönlichkeitsstörungen“ (Beltz; 7. Auflage; 31. März 2016 ). - ahk

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