Ab nächstes Jahr Baustelle / Weitere Stellplätze an der Verlängerung der Reeperbahn

Am Allerufer wird der Parkraum knapp

Die Straße am Allerufer und der benachbarte Parkplatz.
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Die Straße am Allerufer und der benachbarte Parkplatz werden zur „AllerSommerfrische“.

Allerpark, Sandfang, Verlängerung Reeperbahn, Hochwasserschutz, an und auf der Stadtkante in Verden wird in den kommenden Jahren gebaut. Parkraum könnte knapp werden. Aber es gibt auch neue Stellplätze...

Verden – Alles wird grüner an der Aller, zwischen Park und Nordbrücke. Die Stadtkante kommt, aber zuerst der Allerpark, circa 150 Meter, bis zur Nordbrücke, fehlen noch. Da, wo jetzt noch geparkt wird, soll flaniert und auf Treppen am Fluss Platz genommen werden. Und wo sollen die Autos hin? Rainer Kamermann weiß es: „An die Verlängerung der Reeperbahn“, sagt der Fachbereichsleiter Straßen und Stadtgrün. Wenn’s gut läuft. Aber der Reihe nach.

Verden: Verlängerung der Reeperbahn bis zum Nordertor

Bevor es oben grünt, geht’s in die Erde. Der Eigenbetrieb Abwasser baut am Allerufer einen Sandfang. Mit dem Neubau der Straße und deren Anbindung vom Nordertor über die Freifläche bis an die Reeperbahn wird die parallel verlaufende Straße Am Allerufer überflüssig und für den Autoverkehr dichtgemacht. Die Schließung der Straße und deren Rückbau mache zugleich eine Neuorganisation der unterirdischen Leitungen inklusive Abwassersystem notwendig. Ein Sandfang ist so etwas wie eine Mini-Kläranlage, in der sich das gesamte Regenwasser, das aus der Stadt in Richtung Aller fließt, sammelt. 600 Kubikmeter fasst das Becken. Schmutz und andere Einträge sondern sich ab. Das dann saubere Wasser fließt durch einen Überlauf in die Aller. Gebaut werden soll in 2022.

Die Reeperbahn inklusive Flutmauer werden über das Gelände der Stadtkante verlängert.

Am Allerufer: Neuer Sandfang filtert Regenwasser

Ist der Sandfang drin, die Erde drauf, so denken die Planer oberirdisch schon weiter, und zwar an die Verlängerung der Reeperbahn bis Nordertor. Zum Schutz gegen das Hochwasser muss allerdings zunächst die Mauer gezogen werden, dockt an der Ecke Reeperbahn/Blumenwisch an und führt in grader Linie bis zum Gebäude der Lebenshilfe.

Hochwasserschutz in Verden: Neue Mauer für 328.000 Euro

328. 000 Euro, so die Schätzung für die Baukosten des Bauwerks. Eine ordentliche Stange Geld. Doch die gute Nachricht flatterte der Stadt per Post auf den Schreibtisch: 70 Prozent davon fördert der Bund, umgerechnet 230 000 Euro. Gebaut werden soll ab 2022.

Weil in dem Bereich, wo Sandfang und Mauer ihren Platz finden werden derzeit tagsüber bis zu 70 Autos parken, ist ein geschicktes Baustellenmanagement gefragt. Die Stadt sei um eine Lösung bemüht, formuliert Kamermann. Dazu gehört, dass einige Arbeiten parallel laufen könnten. Möglich wäre auch, so ein Gedanke im Ausschuss für Straßen und Stadtgrün, den Bereich am Allerufer erst dann zurückzubauen, wenn die neue Straße über die Stadtkante fertig ist. „Denn mit dem Bau der Straße werden, wie bereits an der der jetzigen Reeperbahn, weitere Stellplätze in Längsrichtung entstehen“, so Kamermann. Ein Rädchen müsse nahtlos ins andere greifen.

Reeperbahn-Verlängerung: Neue Parkplätze bis zum Nordertor

Ob allerdings Wegfall der Plätze am Allerufer und die Fertigstellung der neuen Straße mit den neuen Stellplätzen zeitgleich umzusetzen sei, das könne er nicht versprechen. „Wenn nicht, müssten wir für einen Übergang eine Zwischenlösung finden“, so Kamermann. Heißt im Klartext: Am Allerufer könnte es mit der Suche nach einem Parkplatz zeitweilig eng werden. Langfristig, so Bürgermeister Lutz Brockmann, dürfte sich die Parksituation an der Aller sowieso entspannen, und zwar dann, wenn unter der Stadtkante die Tiefgarage öffnet.

Dritter Bauabschnitt Allerpark muss 2024 fertig werden

Aber zurück an die Oberfläche: Sind Sandfang, Straße und Parkplätze an der verlängerten Reeperbahn komplett, ist erst mal der Allerpark an der Reihe. Auch da drängt die Zeit: Das Geld für den dritten und letzten Bauabschnitt des Parks, der „AllerSommerfrische“, ist so gut wie bewilligt, mit dem Förderbescheid von über 1,1 Millionen Euro lässt sich planen. Doch an den Geldfluss sind Bedingungen geknüpft. Gebaut werden muss in 2023, ein Jahr später müsste alles fertig sein, sonst gibt’s kein Geld.

Kamermann weiß: „Die Projekte in der Zeitfolge abzuarbeiten, das wird sportlich.“

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