Allersymphonie eine runde Sache / Gaby Müller schon einen Schritt weiter

Den Nerv der Gäste getroffen

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Gaby Müller (links) begrüßte die Gäste zum Sponsorenempfang an Bord der „Stadt Bremen“.

Verden - Von Volkmar Koy. Es war von vornherein eine entspannte Atmosphäre, als am Sonnabend die ersten Besucher kamen, als Organisatorin Gaby Müller an Bord der „Stadt Bremen“ die Sponsoren begrüßte. Und drüben, am anderen Allerufer, hatte die Feuerwehr mit ihrer Wasserorgel den letzten Testlauf erfolgreich abgeschlossen.

Zusammen mit dem Vorsitzenden des Wassersportvereins, Berthold Vanselow, kam Gaby Müller zum Empfang, wohl wissend, dass sie gemeinsam ein Projekt aus der Taufe gehoben haben, das seinesgleichen sucht. Die Vision habe sie schon länger gehabt, sagte Gaby Müller. Das Ziel sei, Menschen in die Stadt zu holen.

Vanselow wurde in den Vorgesprächen klar, dass das Ganze auch Einschränkungen für den Betrieb des Wassersportvereins mit sich bringen würde. Doch die Bedenken seien schnell verflogen. 1000 und mehr Besucher – ein Gedanke, der auch beim WSV neue Dimensionen öffnete. Bisher hatte es bei der Aller-Hochwasserrallye einmal 500 Aktive zu versorgen gegeben.

Doch das Stirnrunzeln war auch beim Vorsitzenden rasch einem Lächeln gewichen, als er die Vorbereitungen des Vereins Verdener Domfestspiele und schließlich den blauen Himmel über dem trefflichen Vereinsgelände erblickte. Die junge Dame, die Regenüberhänge für zwei Euro vor und während des Konzertes anbot, war die arbeitsloseste Person des ganzen Abends.

„Wir wollen das in drei Jahren wieder machen“, blickte Gaby Müller beim Empfang bereits in Richtung Zukunft. Als Ort des künftigen Geschehens hatte sie den Allerpark an der Reeperbahn ausgemacht, der mehr Besucher aufnehmen könnte und wo möglicherweise auf beiden Seiten der Aller Zuschauer das musikalische Geschehen verfolgen könnten.

Allersymphonie in Verden

Das außerordentliche Event werde über die Grenzen Verdens hinaus wirken, sagte die stellvertretende Bürgermeisterin Anja König. Auch sie bestätigte, dass der Allerpark eine Festmeile für die Stadt und den Fluss werden könne. Mit der Allersymphonie sei jedenfalls der Nerv der Verdener getroffen worden.

Stimmig wurde das Ereignis ohne Zweifel für die Sponsoren, die auf der überdachten Terrasse des Wassersportvereins Platz nehmen durften und durch die Mitarbeiter des Restaurants „Portofino“ kulinarisch verwöhnt wurden.

Der Ordnungsdienst auf dem Festivalgelände und darum herum bestritten Mitglieder des Vereins Domfestspiele ehrenamtlich, wie Organisatorin Gaby Müller betonte. „Verden macht zu wenig aus seinem Fluss“, konnte sich die Leiterin der Allersymphonie ein paar kritische Worte bei der Begrüßung der Zuschauer nicht verkneifen. Der Beifall bewies, dass Gaby Müller da den Nerv manches Gastes getroffen hatte.

Abgerundet wurde die klassische Musik mit den Solisten und dem Jungen Philharmonischen Orchester Niedersachsen durch ein Feuerwerk und die zwischenzeitliche Wasserorgel der Verdener Feuerwehr. Nur kurz wurde während des Konzertes der musikalische Genuss durch den Überflug eines motorisierten Drachenfliegers eingetrübt.

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