Mehr Grün und Konzerte

1,25 Millionen für das Flussufer: „AllerSommerfrische“ an Hitzetagen

Im Vordergrund eine Straße, dahinter ein Parkplatz mit Autos, eine Stadtsilhouette und ein Kran.
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Versiegelt und ein Parkplatz: Die Straße Am Allerufer wird zurückgebaut, die Pflasterfläche zum Park umgestaltet.

Verden – Noch mehr Grün, viel mehr Bäume, leicht abfallende Stufen in Richtung Fluss, freier Blick in die Auenlandschaft, so soll es ab dem Jahr 2024 an Verdens Stadtkante aussehen. Konzerte soll es geben, Jung und Alt sollen sich dort treffen. Und nun hat das „Kind“ auch einen Namen: „AllerSommerfrische“. Circa 1,25 Millionen Euro wird die Umsetzung des Projektes kosten, 90 Prozent davon zahlt der Bund.

Noch rollt der Verkehr, wird geparkt auf einer Fläche von 7 500 Quadratmetern, versiegelt mit Pflastersteinen, durch die kaum ein Tropfen Wasser dringt. Doch die Tage sind gezählt, das Pflaster kommt raus. Auch die Straße verschwindet. Zwischen Blumenwisch und Nordbrücke, circa 150 Meter lang, soll mit Verdens neuer Stadtkante zugleich eine weitere Oase der Erholung wachsen. „Nach der Zusage der Förderung durch den Bund liegt nun ein Vorentwurf vor, mit dem wir in die weitere Planungsphase einsteigen können“, erklärt Silke Schwarz vom Fachbereich Straßen und Stadtgrün.

Rückbau der Straße und des Parkplatzes an der Aller

Sind Straße und Parkplatz zurückgebaut, kann es mit der Neu- und Umgestaltung losgehen. Weil der Park ein Treffpunkt für alle Generationen ist, wird barrierefrei gebaut. „Fuß- und Radwege mit einem der Norm entsprechenden Längs- und Quergefälle sowie gut berollbare Beläge gliedern den Park“, erläutert Silke Schwarz. Sitzmöglichkeiten, darunter Stadtsofa und Bänke, laden zum Verweilen ein.

Ähnlich wie dem Aufbau an der jetzigen Reeperbahn soll die über das Gelände weitergeführte Hochwasserschutzmauer das Rückgrat des Parks bilden. Und dann gibt’s natürlich, das Fluss- und Wiesen-Panorama vor Augen, eine „Sitzstufenanlage“ am Wasser, eben mit ungehindertem Blick auf die Auen. Zentral im Park, und vis a vis zum Platz an der noch zu bebauenden Stadtkante, bleibt Raum für eine multifunktional nutzbare und begrünte Veranstaltungsfläche. „Da können wir uns alles Mögliche vorstellen“, so Silke Schwarz. Immer wieder gebe es Anfragen bei der Stadt, wo es an der Aller, nahe am Wasser, Fläche für Events gebe.

„Machbar wäre an dem Standort ein Bereich mit wetterfestem Untergrund, zum Beispiel Schotterrasen“, erklärt Schwarz. Und noch ein Gedanke wurde von außen angetragen: Auf dem Areal, leicht durchgemuldet, könnte sich im Winter eine Eisfläche bilden, ideal zum Schlittschuhlaufen. „Zunächst nur eine Idee, ob wirklich umsetzbar, bleibt zu prüfen“, so Schwarz. Aber der Vorschlag ist notiert.

Frischluft für die Bewohner der Innenstadt

Der Name „AllerSommerfrische“ ist Programm und kommt nicht von ungefähr: „7 500 Quadratmeter vollständig versiegelte Verkehrsfläche werden zu einem gründominierten Erholungsort umgewandelt, schaffen Freiraum auch für zukünftige Szenarien mit noch nicht vorhersehbaren Klimafolgen“, sagt Schwarz. „Die geplanten Baumpflanzungen sowie die Erlebbarkeit von Wasser in der Stadt sorgen für eine atmosphärische Abkühlung an Hitzetagen und dienen als

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Frischluftversorgung für die Bewohner der Innenstadt – Sommerfrische an der Aller eben.“

Bund gibt 1,12 Millionen Euro für die „AllerSommerfrische“

Menschen, Park, Bäume und Grün brauchen Platz. Die Straße Am Allerufer muss dafür weichen, wird zurückgebaut. Stattdessen rollt der Verkehr stadtauswärts von der Reeperbahn geradeaus über die Blumenwisch und in Richtung Nordertor. Drumherum sollen die Gebäude der Stadtkante der Stadt ein neues Gesicht geben.

Der finanzielle Rahmen des Projektes steht. Der Bund gibt dafür aus dem sogenannten „Programm zur Anpassung urbaner Räume an den Klimawandel“ cirka 1,12 Millionen Euro, umgerechnet 90 Prozent der Gesamtsumme. Die Stadt selbst muss einen Eigenanteil von 125  000 Euro einbringen.

„AllerSommerfrische“: Baubeginn ab Frühjahr 2023

Wie bereits in den beiden ersten Bauabschnitten des Allerparks, sollen Einwohner und Anlieger in die Umsetzung der Pläne eingebunden werden. Zustimmen müssen zudem die politischen Gremien. „Nach der Diskussion im Fachausschuss und dem Ratsbeschluss ist mit Baubeginn ab Frühjahr 2023 zu rechnen“, sagt Schwarz.

Über die Pläne und das Projekt diskutiert am 8. September der Ausschuss für Straßen und Stadtgrün. Beginn der Sitzung ist um 18.15 Uhr, Ratssaal, Rathaus Verden.

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