Alkohol- und Tabakkonsum: Parcours „Klarsicht“ setzt auf Prävention

Denkanstoß ohne erhobenen Zeigefinger

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Verden - Auch wenn die Zahlen rückläufig sind, so greifen doch immer noch zu viele Jugendliche zur Zigarette oder trinken regelmäßig Alkohol. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA) möchte junge Erwachsene dabei unterstützen, ohne diese legalen Drogen auszukommen.

Der interaktive Mitmach-Parcours „Klarsicht“ setzt vor allem auf Prävention. Bei Rollenspielen, Quiz und Diskussionen können die Jugendliche ihre Haltung zu Tabak und Alkohol neu überdenken. Gestern machte das Team von Klarsicht in der Realschule Verden Station. Die Schülerinnen und Schüler der Klassen acht und neun sowie die achte Klasse der Klaus-Störtebeker-Schule durchliefen den Parcours.

„Wir wollen nicht mit dem erhobenen Zeigefinger dastehen, sondern Impulse für die eigene Reflexion zum verantwortungsbewussten Umgang geben“, erklärt Projektleiter Sebastian Megow. Diese Präventionsarbeit funktioniere nur mit dem entsprechenden Netzwerk. „Wir arbeiten vor Ort mit regionalen Partnern, den Schulen, der Polizei oder Vertretern aus der Jugendarbeit“, so Megow. Auch Frauke Büscher, Konrektorin der Realschule, betont die Wichtigkeit der präventiven Arbeit. „Wir haben zum Klarsicht- Parcours sofort ja gesagt, gerade in den Klassen acht und neun geht es schließlich los mit Alkohol und Tabak.“ Auch Heike Nodorp, beim Landkreis Verden für den Jugendschutz zuständig, war überzeugt vom Konzept. „Jeder Baustein, der uns hilft, ist wichtig.“

An der Trink-Bar wird nur der Wissensdurst gestillt.

Die Schülerinnen und Schüler begaben sich in kleinen Gruppen, begleitet von einem Klarsicht-Coach und einem regionalen Co-Moderator, auf den Weg durch die Stationen. Bei „Images – Mach’ dir ein Bild“ hinterfragen sie Werbebotschaften kritisch, die suggerieren, dass ein interessantes Leben nur durch den Konsum von Tabak und Alkohol möglich ist. An anderer Stelle erfuhren sie, wie viele verschiedene giftige Stoffe eine Zigarette enthält. Sehr aufschlussreich war auch der Besuch an der an der Trink-Bar. Die Schüler mussten schätzen, was mehr Alkohol enthält: Schnaps oder alkoholhaltige Mixgetränke? Wie viel Alkohol versteckt sich wo? In der „Talkshow“ konnten die Jugendlichen sich Geschichten zum Thema ausdenken und selbst nach Lösungen suchen. Besonders drastisch führte der Drunk Buster die Wirkung des Alkohols buchstäblich vor Augen. Die Rauschbrille simulierte einen Blutalkohol von 1,3 Promille. Da fiel es manchem schon schwer, dem anderen die Hand zu reichen, geschweige denn, halbwegs geradeaus zu gehen.

ahk

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