Großeinsatz am Dienstagmittag

Gefahrgut-Alarm: Weißes Pulver und Drohbrief im Verdener Amtsgericht

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Die Einsatzkräfte auf dem Weg ins Gebäude.

Verden - Ein Umschlag mit einer „unbekannten weißen kristallinen Substanz“ hat am Dienstagmittag im Verdener Amtsgericht für Aufregung gesorgt. Um welche Art Pulver es sich handelt und ob Personen zu Schaden gekommen sind, war am frühen Nachmittag noch offen.

Mittels Sirenenlärm wurde gegen 12 Uhr die Feuerwehr alarmiert. Ebenfalls vor Ort waren bei dem Großeinsatz Rettungsdienst und Polizei. Laut Polizeisprecher Jürgen Menzel sind sieben Mitarbeiter mit der Substanz in Kontakt gekommen und werden vorsorglich untersucht. Das Pulver wird ebenfalls untersucht und die Polizei erwartet im Laufe des Tages eine Rückmeldung.

Es kam zu keiner Evakuierung des Gebäudes. Für die ersten Maßnahme betraten Feuerwehrmänner nur unter Atemschutz den betreffenden Raum im Amtsgerichtsgebäude am Johanniswall.

Laut einer Meldung der Polizei hatte ein Richter den Briefumschlag geöffnet und das Pulver sowie einen bedrohlich klingenden Text gefunden. Einsatzkräfte des Gefahrgutzuges der Feuerwehr stellten den Brief und die weißliche Substanz unter fachlicher Beratung eines Chemikers zu Untersuchungszwecken sicher. Das Landeskriminalamt hat daraufhin mit der Analyse des Pulvers begonnen. Ein Ergebnis wurde für Dienstag nicht mehr erwartet.

Spurensicherung vor Ort

Zwei Büroräume des Amtsgerichtes mussten bis auf Weiteres für die Nutzung gesperrt werden. Nach Verlassen des Gebäudes wurden den Feuerwehrmännern die Stiefel mit Löschwasser abgespritzt.

Im Laufe des für die Feuerwehr rund zwei Stunden dauernden Einsatzes trafen auch Mitarbeiter der Spurensicherung ein, die mit entsprechendem Equipment das Gebäude betraten. 

Ebenfalls vor Ort war ein Mitarbeiter des Staatsschutzes bei der Polizeiinspektion Verden. Die Polizei leitete ein Strafverfahren ein.

Während der Dauer des Einsatzes war die Zufahrt zu den Parkplätzen vor den Justizbehörden vom Johanniswall gesperrt und zeitweise durften nur Einsatzkräfte das Amtsgericht betreten. Große Prozesse fanden dort am Dienstag nicht statt, aber bereits seit geraumer Zeit herrschen erhöhte Sicherheitsvorkehrungen am Verdener Justizzentrum.

Besucher finden nur noch Einlass über den Eingang des Amtsgerichts, vielfach in Verbindungen mit Personenkontrollen. Bei großen Prozessen am benachbarten Landgericht gelangen Besucher nur über einen separaten Eingang in einen abgetrennten Bereich des Schwurgerichtssaals.

wb/kom

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