Aktionstag auf Stadtwald-Farm / Es geht um Wasser, Nahrung, Feuer und Schutz

Kinder erleben Survival pur

Auch ein Feuer musste entfacht werden.
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Auch ein Feuer musste entfacht werden.

Verden - Manuel Wild hätte kein Problem, eine geraume Zeit in der Wildnis zu erleben. Wie man sich dort im Notfall behelfen kann, wenn man kein Wasser und kein Essen dabei hat und ohne Hilfsmittel wie Feuerzeug oder Zelt auskommen muss, zeigte der Wildnispädagoge am Sonnabend auf der Verdener Stadtwaldfarm. Rund 30 Kinder und Jugendliche erlebten dort einen spannenden Survival-Aktivtag.

Wasser, Nahrung, Feuer und Schutz seien für das Überleben entscheidend, weiß Wild. Wenn kein sauberes Trinkwasser vorhanden ist, kann man sich mit einem Stück Stoff, Kohle und Sand eine Filteranlage bauen. In diesem Fall nutzten die Mädchen und Jungen eine leere Kunststoffflasche, die in der heutigen Zeit leider genauso oft in der Natur zu finden ist, wie essbare Pilze oder Beeren. „Das Wasser muss nach dem Filtern aber noch abgekocht werden“, erklärte der elfjährige Leo-Jan. Dann schmecke es wie normales Leitungswasser.

Ein Feuer kann der 13-Jährige Vitali mit Hilfe eines „Feuerbohrers“ entfachen. Den Survival-Neueinsteigern stand dafür ein Brett, eine hölzerne Spindel und eine Art Bogen zur Verfügung. Das daran befindliche Band ließe sich aber auch mit Brennnesseln ersetzen, erklärte der Schüler.

Ein paar Kinder schälten mit Taschenmessern Rinde von einem Stamm. Darunter befindet sich eine essbare Schicht. Polina hatte bereits probiert. „Die schmeckt wie grüne Bananen“, verriet die Zehnjährige. Zeitgleich übten andere Teilnehmer das Bogenschießen oder aus dem, was die Natur bietet, eine Schutzhütte.

Der Erlebnistag war ein Angebot des Netzwerks Inklusion, vorbereitet und organisiert von der Stadtwaldfarm, dem Bürgertreff, der Lebenshilfe und der katholischen St. Josef-Gemeinde. Zwischen vier Stationen konnten die Kinder und Jugendlichen ab zehn Jahre, mit und ohne Behinderung, frei wählen.

Für diese Altersgruppe sei es schwer, ein interessantes und abwechslungsreiches Angebot zu finden, so Wild. Die vier Stunden reichten im Grunde aber nur, um überall mal reinzuschnuppern. Es gibt so viel zu jedem einzelnen Themenpunkt, damit könne er jeweils eine ganze Woche füllen, so der Wildnispädagoge. Da wären die Teilnehmer dieses ersten Survival-Aktivtages bestimmt nicht abgeneigt.

wb

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